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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,1

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Konrad zieht sich wegen der Sommerhitze über die Etsch (?) ins Gebirge zurück, wo ihm Erzbischof Aribert durch mehr als zwei Monate Unterhalt gewährt. Romfahrt und Kaiserkrönung werden verschoben. Die lebhaften Widerstände, die der König vor allem in Oberitalien zu überwinden hatte, dürften zu diesem Entschluß beigetragen haben. Ein Teil des Gefolges ist wohl damals nach Deutschland heimgekehrt, so vor allem die Erzbischöfe Aribo von Mainz und Pilgrim von Köln, ferner die Bischöfe Adelbold von Utrecht und Meinwerk von Paderborn.

Überlieferung/Literatur

Wiberti Vita Leonis I 12; Wipo, cap. 14: ultra Atesim fluvium propter opaca loca et aeris temperiem in montana secessit ibique ab archiepiscopo Mediolanensi per duos menses amplius regalem victum sumptuose habuit.

Kommentar

Die Lesung des Flußnamens (Atim oder Aitim in den Handschriften) ist unsicher; Breßlau, Jahrbücher 1, 133 und 464 sowie NA. 34, 73 ff. schlägt vor, Atesim zu lesen; Konrad hätte also auf dem gleichen Wege, der ihn über Ravenna hinaus ins Gebiet von Pescara geführt hatte, den Rückzug über die Etsch in die südlichen Ausläufer der Tridentinischen Alpen angetreten. Cipolla dagegen möchte Abduam (Adduam) oder vielleicht Attuam emendieren und meint, Konrad sei über die Adda in die Brianza gezogen; Archivio Storico Lombardo 18 (ser. 2, 8) 157 ff. und 19 (ser. 2, 9), 377 ff.; vgl. auch Breßlau, NA. 18, 351. Breßlaus Hypothese hat die größere Wahrscheinlichkeit für sich.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,1 n. 71b, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1026-07-00_1_0_3_1_0_138_71b
(Abgerufen am 28.05.2017).