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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,1

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Konrad verleiht dem hl. Martin und der bischöflichen Kirche zu Utrecht auf Intervention der Königin Gisela sowie des Erzbischofs Aribo von Mainz und des Bischofs Adelbold von Utrecht die Grafschaft im Teisterbant derart, daß niemand ohne Erlaubnis des Bischofs irgendeine Gewalt daselbst ausüben darf und die Bannbußen demjenigen zufließen, den der Bischof zur Leitung der Grafschaft erwählt (qualiter nos interventu ac petitione dilectę coniugis nostre videlicet Gislę nec non familiarium nostrorum Aribonis archiepiscopi sedis Magontinę et Adelboldi episcopi Traiectensis ęcclesię comitatum in Testerbant situm ad Traiectum sancto Martino et eiusdem sedis episcopo suisque successoribus ... perpetualiter habendum tradidimus, ea videlicet ratione, ut nullus posthac in illo comitatu potestatem exerceat aliquam extra pręsulis pręscripti licentiam ... et ... bannum statuimus illi dare, quemcumque vellet episcopus ad regendum eligere). ‒ Ovdalricus canc. vice Aribonis archicapp.; vielleicht von HB nach dem Diktat des Verfassers des DK. II. 82 geschrieben. „Quoniam non dubitamus.”

Originaldatierung:
(XVIII. kal. iul., Cremone).

Überlieferung/Literatur

fehlt.

Liber donat. (Ende 12. Jh.), fol. 26' (B2) und fol. 65' (13. Jh.; B3), im Reichsarchiv zu Utrecht; notarielle Abschrift vom 17. November 1531 (wohl aus B3, verglichen mit dem damals noch vorhandenen Original), ebenda (C).

Heda, Hist. episc. Ultraiect. 285 aus B2; MG. DD. 4, 77 no. 64; Muller-Bouman, Oorkondenboek van het Sticht Utrecht 1, no. 183.

Böhmer 1304; Stumpf 1916.

Kommentar

Ungewöhnliche Intitulatio: rex Francorum, Longobardorum et ad imperium designatus Romanorum; die Bezeichnung als König der Franken und Langobarden dürfte aus einer Urkunde Heinrichs II. (DD. H. II. 84, 85?) übernommen sein, der Zusatz ad imperium designatus Romanorum ist anderweitig nicht nachweisbar. Trotzdem dürfte die Urkunde echt sein, denn ihr Inhalt ist durch DH. IV. 16 gesichert (vgl. Breßlau, Vorbemerkung zu DK. II. 64 und UL. II2, 298, Anm. 3). Später auftretende Inhaber der Grafschaft sind wohl bischöfliche Lehngrafen (so Breßlau, Jahrbücher 1, 127, Anm. 5). ‒ Über den Diktator Stengel 1, 233.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,1 n. 66, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1026-06-14_1_0_3_1_0_131_66
(Abgerufen am 06.12.2016).