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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,1

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Es gelingt Konrad nicht, das volkreiche Pavia zu nehmen, dessen Bevölkerung sich auch weiterhin weigert, die nach Heinrichs II. Tode zerstörte Kaiserpfalz innerhalb der Stadtmauern an der gleichen Stelle, an der sie früher gestanden hatte, wieder aufzubauen. Konrad läßt Kirchen und Kastelle in der Umgebung der Stadt niederbrennen und das Land verwüsten; Schiffahrt und Handel werden blockiert. Offenbar ließ der König eine größere Streitmacht zurück, deren Aufgabe es war, Pavia ohne eigentliche Belagerung durch die genannten Maßnahmen in die Knie zu zwingen. Er selbst richtet seine militärische Aktion gegen die Schirmherrn der Pavesen, die Häupter der lombardischen Adelsopposition, den Markgrafen Adalbert aus dem Hause der Otbertiner und den Markgrafen Wilhelm aus dem Geschlecht der Aledramiden sowie gegen andere Große des Landes. Er schleift das Kastell Orba (Capriata d'Orba oder Castelletto d'Orba, Wiponis opera3 33, Anm. 7) und eine Reihe weiterer fester Plätze.

Überlieferung/Literatur

Wipo cap. 12; Wiberti Vita Leonis (Watterich I, 134).

Kommentar

Vgl. Breßlau, Jahrbücher 1, 124 ff.; Graf, Die weltlichen Widerstände no. 52 und S. 86.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,1 n. 61c, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1026-04-00_1_0_3_1_0_124_61c
(Abgerufen am 24.07.2017).