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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,1

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Konrad bestätigt auf Bitten des Erzbischofs Aribert von Mailand dem von diesem zu Ehren des heiligen Bekenners und Bischofs Dionysius unweit Mailand gegründeten Kloster seine Besitzungen mit allem Zubehör, die innerhalb der Stadt gelegene Kirche der hl. Maria in Solariolo mit allen Pertinenzen, vier Hufen zu Grancina und Robbiolo (beide bei Romano Banco Gemeinde Buccinasco), Ländereien zu Segrate, den dritten Teil des Hofes Talamona, ferner Rechte zu Lierni und Merate sowie zu Arogno, so daß Abt Johannes und seine Nachfolger zum Nutzen der Mönche über die Einkünfte verfügen können; sollten Urkunden über die Ländereien und Güter des Klosters durch Feuersbrunst oder infolge des Einfalles von Räubern oder durch einen anderen Unglücksfall zugrunde gehen, dann soll der Klostervogt die königliche Vollmacht haben, mit zwölf Eideshelfern zu beglaubigen, daß die Abtei am Tage des Verlustes der Urkunden im Besitz jener Güter stand. Konrad verleiht ferner Befreiung von Fodrum, die Zehnten und die herrschaftliche Zwangsgewalt (karissimum fidelem nostrum domnum Heribertum ... Mediolanensis eclesię ... archiepiscopum nostrę celsitudinis adiisse clementiam, ut abbatiam in honore beatissimi confessoris et episcopi Dionisii ... a semet ipso noviter institutam ... confirmaremus. Nos vero ... dictam abbatiam cum eclesia intra prenominatam Mediolanensem civitatem sita quę dicitur sancta Maria in Solariolo ... et cum quattuor mansis, qui sunt in loco Agracino et Rubiolo seu Romano, cumque etiam terra quę est in Segradella et tertia parte curtis quę dicitur Talamona atque turre ca ... ... et districta quę sunt in loco qui dicitur Lierni, Mellate, omnibus quę tenet in Arognio ... confirmamus ... Decimę et ipsorum locorum districta ad ipsam abbatiam ... in perpetuum pertineat ...). ‒ Hugo canc. ad vicem domni Aribonis archiepiscopi et archicanc.; Anfangsprotokoll und Kontext, wahrscheinlich auch Datumzeile von unbekannter Hand unter Benutzung des DA. 9 für Fruttuaria geschrieben, das damals wohl der Kanzlei oder Aribert vorgelegt worden war, um DK. II. 70 zu erwirken; Signumzeile und Rekognition von HA entweder voraufgefertigt oder nachgetragen; M., SI. D. „Sanctorum patrum decretis.”

Originaldatierung:
(decimo kal. april., Mediolani).

Überlieferung/Literatur

Mailand Staatsarchiv (A).

Böhmer, Acta selecta 42 no. 44 nach Puricelli; MG. DD. 4, 68 no. 58.

Stumpf 1913.

Kommentar

Nachurkunde mit erweiterter Besitzliste DH. III. 131. ‒ Über das Verfahren im Falle des Verlustes von Urkunden vgl. Breßlau UL I2, 61.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,1 n. 60, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1026-03-23_1_0_3_1_0_120_60
(Abgerufen am 18.10.2017).