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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,1

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Nach Arnulf II 2 (SS. 8, 12) soll Konrad von Erzbischof Aribert von Mailand der Sitte gemäß zum italienischen König gekrönt worden sein (veniens Chuonradus in Italiam, ab eo ut moris est coronatur in regno). Da sich jedoch Pavia damals in offenem Kampf mit dem König befand, kann eine Krönung am hergebrachten Ort, in der St. Michaelskirche zu Pavia, nicht stattgefunden haben. Breßlau, Jahrbücher 1, 122 nimmt daher an, die Zeremonie sei im Dom zu Mailand vorgenommen worden. Die Richtigkeit dieser Hypothese läßt sich an Hand der Quellen nicht überprüfen. Arnulfs Angaben über den Anteil Ariberts an der Erhebung Konrads zum König sind weit übertrieben; er behauptet l. c. cap. 2, der Erzbischof allein, d. h. als einziger Italiener, sei nach Deutschland gezogen, um einen König zu wählen. In Wirklichkeit war er an der Wahlhandlung unbeteiligt. Ferner heißt es, er habe ihn vor aller Augen in Deutschland gekrönt und dann seinen Italienzug maßgeblich vorbereitet. Daran schließt sich der Bericht über die Krönung zum italienischen König, von der Wipo und die deutschen Quellen nichts wissen, der jedoch eine Stütze erhält durch die Aufzeichnungen des Klosters Nonantola, die zum Jahre 1026 berichten: Chonradus rex ordinatur (SS. rer. Langob. 473). Jedenfalls liegt der Erzählung Arnulfs, die Waitz, Verfassungsgeschichte 5, 108 Anm. 3 mit Recht als verwirrt bezeichnet, die Tendenz zugrunde, die Bedeutung Ariberts aufs stärkste hervortreten zu lassen.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,1 n. 59a, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1026-00-00_2_0_3_1_0_119_59a
(Abgerufen am 24.09.2017).