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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,1

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Konrad schenkt auf den Rat der Großen des Reiches, auf Intervention der Kaiserin Gisela und König Heinrichs sowie auf Bitten Bischof Adalberts von Basel und seines Getreuen Reginbert die von dem letzteren im Schwarzwald an der Alb zu Ehren des hl. Blasius gegründete Zelle, welche schweren Bedrückungen ausgesetzt war, samt allem Zubehör der bischöflichen Kirche zu Basel , nachdem das Hofgericht über Reginberts Klage festgestellt hatte, daß der genannte Forst der königlichen Herrschaft unterstehe. ‒ Inhaltliche und formelle Fälschung aus dem Anfang des 12. Jh.; Eingangsprotokoll, Interventionsformel und einige Wendungen des Kontextes, vielleicht auch die Datumzeile DK. II. 133 nachgebildet; Anklänge des Textes an JL. 4204, St. 2928, Trouillat, Mon. de Bâle 1, 214 no. 146 und 1, 136 no. 82 hat Breßlau im Anmerkungsapparat vermerkt. „Quoniam temporum transeuncium antiquitas.”

Originaldatierung:
(II. idus maii, Ulmę).

Überlieferung/Literatur

Angebl. Orig fehlt.

1. Hälfte 12. Jh. im Generallandesarchiv zu Karlsruhe (F); Abschrift Wurstisens aus dem 16. Jh. in Urstisii Codex diplomaticus Brucknerianus p. 220 in der Universitätsbibliothek zu Basel (H).

Gerbert, Hist. Nigrae silvae, CD. 21 no. 17 ex arch. Burntrut. (G) = Trouillat, Mon. de Bâle 1, 155 no. 99 = Gallia Christiana 15b 194 no. 11; Breßlau, DD. centum 110 no. 74 aus F; MG. DD. 4, 389 no. 281.

Hidber 1271; Stumpf 1887.

Kommentar

Die Fälschung verdankt ihre Entstehung dem Rechtsstreit zwischen Basel und St. Blasien um das Eigenklosterrecht des Bischofs und um die Vogtei über die Reformabtei, der sowohl im Jahre 1124 durch Heinrich V. (St. 3204) wie auch im Jahre 1126 durch Lothar III. (DL. III. 6 und 7, vgl. JL. 7251) zugunsten des Klosters entschieden wurde. Das angebliche Original dürfte anläßlich der endgültigen Bereinigung des Konfliktes unter Konrad III. im Jahre 1141 vernichtet worden sein; damals wurden laut St. 3425 vom Bistum privilegium ceteraque scripta que habebant contra libertatem monasterii sancti Blasii ausgeliefert. Vgl. Hirsch, MIÖG VII. Erg.-Bd., 543 ff.; Vorbemerkung zu DK. II. 281; Brackmann, Germ. Pont. II/1, 167.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,1 n. 36, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1025-05-14_1_0_3_1_0_79_36
(Abgerufen am 17.01.2017).