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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,1

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Konrad nimmt auf Bitten der Königin Gisela und auf Fürsprache des Bischofs Sigebracht von Minden das von Äbtissin Frideruna und ihrer Schwester, Gräfin Imma, mit Hilfe des Grafen Gero im Gau Tilithi in der Grafschaft Herzog Bernhards zu Ehren der hl. Maria gegründete und mit genannten Gütern ausgestattete Nonnenkloster Kemnade in seinen Schutz und bestätigt ihm die Freiheiten der anderen Benediktinerinnenklöster seines Reiches, die Immunität und das Wahlrecht. ‒ Ovdalricus canc. vice Aribonis archicap.; von UC. nach DH. II. 362 geschrieben; M., SI. D. „Omnium sanctę dei ęcclesię.”

Originaldatierung:
(VI. id. febr., Merseburg).

Überlieferung/Literatur

Münster Staatsarchiv (A).

Corveier Kopialbuch aus der Mitte des 15. Jh. p. 145, ebenda (C).

Schaten, Ann. Paderborn. ed. I 1, 467 aus Abschrift; Wilmans-Philippi, Westf. KU. 2, 204 no. 167 aus A mit a. inc. MXIIII; MG. DD. 4, 21 no. 19.

Böhmer 1272; Stumpf 1872; Dürre, Orig. Kaminat. 6 no. 5.

Kommentar

Uneinheitliche Datierung; Tagesdatum und Ortsangabe sind vermutlich später als Inkarnationsjahr (1024!) und Indiktion eingetragen und dürften sich wahrscheinlich auf die Beurkundung beziehen, während die Handlung vielleicht schon in Minden, also noch im Vorjahre, erfolgte. Die Intervention Bischof Sigebrachts ließe sich mit dieser Deutung gut vereinen. Doch wäre es auch möglich, daß Inkarnations- und Indiktionszahl gedankenlos aus einer Urkunde für Bamberg (DK. II. 13 oder 14?) übernommen wurden. Vgl. Ficker, Beiträge 1, 144, und Vorbemerkung zu DK. II. 19. Fickers Ausführungen l. c. 2, 292, 295, 297, 303 erfahren jedoch dadurch eine Modifikation, daß die Datierungszeile durch die Vorurkunde beeinflußt ist.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,1 n. 19, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1025-02-08_1_0_3_1_0_54_19
(Abgerufen am 30.03.2017).