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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,1

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Bischof Gerard von Cambrai sucht König Robert von Frankreich durch Geschenke davon abzuhalten, bei dem von ihm geplanten Feldzug gegen das Reich zuerst das Bistum Cambrai heimzusuchen. Gesta episcoporum Cameracensium III, 50. Der Feldzug Roberts kam jedoch nicht zustande (Sigebert v. Gembloux zu 1026: Rotbertus rex Francorum ad invadendam Lotharingiam animum intendit, sed cito ab hoc conatu destitit). Ein Metzer Wappenbuch von 1473 (Hs. 3336 der Wiener Nationalbibliothek, fol. 194 f.) weiß zu berichten, Konrad habe dem französischen König Widerstand geleistet (sed Corardus imp. ei resistet); diese sekundäre Quelle dürfte jedoch, wie Kienast, Deutschland und Frankreich in der Kaiserzeit, S. 48, Anm. 2, wahrscheinlich gemacht hat, keinen selbständigen Wert besitzen. Das Wappenbuch fußt durchaus auf Sigebert und wenn es das Wort „Lotharingiam” durch „Mettim” ersetzt, wird man daraus kaum mit L. Davillé, Note sur la politique de Robert-le-Pieux en Lorraine, Ann. de l'Est XIV, 1900, 74‒85 den Schluß ziehen dürfen, Robert habe einen Angriff auf Metz geplant. Die Nachricht vom Widerstande Konrads (ei resistet) ist wohl, wie Kienast l. c. annimmt, aus Sigebert (sed cito ab hoc conatu desistit) korrumpiert. Mit dem Plan eines gemeinsamen militärischen Vorgehens gegen Konrad hängt offenbar der Friedensschluß zwischen Robert und Odo zusammen, der unter Vermittlung Fulberts von Chartres vermutlich in den ersten Monaten des Jahres 1025 zustande kam. Breßlau, Jahrbücher 1, 77. Vgl. auch Pabst, FDG. 5, 1865, 360 Anm. 2.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,1 n. 22b, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1025-00-00_2_0_3_1_0_61_22b
(Abgerufen am 19.01.2017).