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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,1

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Konrad schenkt dem Domkapitel zu Speyer gemeinsam mit seiner Gemahlin, Königin Gisela, auf Intervention Bischof Walters für sein, seiner Vorfahren und Nachkommen Seelenheil neuerlich sein Gut zu Jöhlingen im Kraichgau und teilweise im Pfinzgau in der Grafschaft des Grafen Wolfram gelegen, wie er es in Erfüllung eines vor seiner Erhebung zum Königtum abgelegten Gelübdes nach erfolgter Thronbesteigung dem Altar der genannten Kirche übergeben hatte, und zwar alle seine Rechte im Dorf und in der Mark Jöhlingen und in der Mark Wössingen mit der Immunität (qualiter nos una cum manu dilectissime contectalis nostre Gisele videlicet regine per interventum quidem Waltheri fidelis nostri Spirensis episcopi quoddam nostri iuris predium in villa Johanningon vocata in pago Chreihgowe et partim in Funcenehgowe in comitatu vero Wolframmi comitis situm, sicut ante regni nostri primicias voto caritatis promisimus, ita post acceptum divina gracia regnum gratuito velle ad prefati Spirensis episcopii altare tradidimus atque in perhennem fratrum ibidem deo serviencium alimoniam iterum ex novo transfundimus ... hoc est omne, quod nostro iure in predicta villa et in marcha Johanningan in Wesincheimero quoque marca obtinuimus ...). ‒ Vdalricus canc. vice Aribonis archicanc.; verfaßt unter Benutzung von DO. II. 279 möglicherweise von UA. „Si aliquid ecclesiis dei.”

Originaldatierung:
(III. idus sept., Ingelenheim).

Überlieferung/Literatur

fehlt.

Cod. minor Spirensis aus dem Ende des 13. Jh. fol. 50 im Generallandesarchiv zu Karlsruhe (B).

Lamey, Acta Palatino 4, 133 no. 2 aus B; Remling, UB. von Speyer 1, 26 no. 26 aus 5; MG. DD. 4, 5 no. 4.

Böhmer 1259: Stumpf 1855.

Kommentar

Harttung, Studien zur Geschichte Konrads II., 28 ff., wollte die Urkunde als Stütze seiner auf dem Bericht der Ann. Hildesheimenses aufgebauten Hypothese verwerten, wonach Gisela bereits am 11. September von Aribo gekrönt worden wäre; demgegen-über macht Breßlau, Jahrbücher 1, 351 und Vorbemerkung zu DK. II. 4 darauf aufmerksam, daß sich die Datierungsangaben auf die Handlung, nicht aber auf die vermutlich später vorgenommene Beurkundung beziehen dürften. Vgl. Ficker, Beiträge 1, 113 f., 177; Breßlau UL II2, 72 Anm. 2, 76 f. ‒ Über Konrads Gelübde Breßlau, Jahrbücher 1, 14 Anm. 2.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,1 n. 4, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1024-09-11_2_0_3_1_0_22_4
(Abgerufen am 23.01.2017).