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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,1

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Herzog Gozelo von Niederlothringen, der sich an der Königswahl zu Kamba nicht beteiligt hatte, verharrt in seiner oppositionellen Haltung und verpflichtet die meisten lothringischen Bischöfe sowie Dietrich von Oberlothringen und den Grafen Reginar V. vom Hennegau eidlich, dem neuen Herrscher nicht ohne seine ausdrückliche Zustimmung zu huldigen.

Überlieferung/Literatur

Gesta episcoporum Cameracensium III, 50 (SS. 7, 485): tandem collecti principes Saxonum apud Moguntiam prefecerunt sibi in regem Conradum. Quorum ordinationi dux Gothilo, princeps videlicet Lothariensium, contraire voluit episcoposque Coloniae, Noviomagi, Virduni, Trajecti, Leodii allocutus sacramentum a singulis accepit nonnisi eius consensu manus se ei daturos neque ad eum ituros. Hoc idem dux Theodericus comesque Haynocensium Raginerius cum sibi conplicibus sacramento firmaverunt. Quod episcopi primi infregerunt, qui se primos dederunt canticumque populi malum facti sunt. Nur Bischof Gerard von Cambrai schloß sich jenem Bunde nicht an, hält sich jedoch zunächst abwartend vom königlichen Hofe fern; durch eine Gesandschaft nimmt er Verbindung mit Konrad auf. Danach Chron. S. Andreae Cameracensis I, 21 (SS. 7, 530).

Kommentar

Die Stelle ist verschieden interpretiert worden; während Giesebrecht 2 5, 227 und ihm folgend Breßlau, Jahrbücher 1, 31 ff. die Ortsnamen Coloniae, Noviomagi usw. wohl mit Recht als Genitive und daher als Tagungsorte der Verhandlungen Gozelos mit dem Episkopat Lothringens verstanden haben, handelt es sich nach Pabst, FDG. 5, 354 Anm. 2 um die Bischöfe von Köln, Noyon (da Nimwegen kein Bischofssitz war), Utrecht, Lüttich und Verdun.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,1 n. s, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1024-00-00_5_0_3_1_0_18_s
(Abgerufen am 26.05.2017).