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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,1

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Konrad der Jüngere besiegt mit Hilfe des späteren Kaisers Adalbero von Eppenstein, Herzog von Kärnten. Die Ursache des Konfliktes ist nicht bekannt. Man kann vermuten, daß es sich um das allodiale Erbgut des 1012 verstorbenen Herzogs Hermann III. von Schwaben gehandelt habe, auf welches sowohl die salischen Vettern wie auch Adalbero auf Grund ihrer Verschwägerung mit dem Hause Hermanns Anspruch erheben konnten. So Hirsch, Jahrbücher 3, 116 im Anschluß an die ältere Literatur, und ihm folgend Holtzmann, Geschichte der sächsischen Kaiserzeit 459. Doch mag der Gegensatz zwischen dem Eppensteiner und Konrad dem Jüngeren eine seiner Wurzeln auch in der Erhebung Adalberos zum Herzog von Karaten nach dem Tode Konrads von Worms im Jahre 1011 gehabt haben. Für die Geschichte des späteren Kaisers ist das Ereignis bedeutsam; wie sehen ihn im Bunde mit seinem späteren Konkurrenten einen Sieg über einen treuen Anhänger Heinrichs II. davontragen.

Überlieferung/Literatur

Hermann v. Reichenau 1019: Counradus adolescens, filius Counradi quondam ducis Carentani, auxiliante patruele suo Counrado postea imperatore, Adalberonem, tunc ducem Carentani, apud Ulmam pugna victum fugavit. Daraus Bernold 1019, SS. 5, 424. Annales Augustani SS. 3, 125: Pugna apud Ulmam; Chron. Suev. univ. SS. 13, 70.

Kommentar

Vgl. Jaksch, Mon. Hist. Duc. Car. III, 98 no. 229.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,1 n. g, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1019-00-00_1_0_3_1_0_7_g
(Abgerufen am 28.05.2017).