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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,1

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Konrads Mutter Adelheid heiratet in zweiter Ehe einen nicht bekannten fränkischen Adeligen, dessen Heimat im Bretach- oder Ohrngau zu suchen ist. Sie hat sich dadurch offenbar dem späteren Herrscher dauernd entfremdet; nie ist sie an seinem Hofe nachweisbar, nie als Intervenientin in seinen Urkunden genannt. In DK. II. 204, der Stiftungsurkunde des Kaisers für das Seelenheil seines Hauses fehlt ihr Name allerdings deshalb, weil hier nur der im Dom zu Worms begrabenen Familienmitglieder gedacht wird. Ein Sohn ihrer zweiten Ehe war Bischof Gebhard III. von Regensburg, der mit ihr gemeinsam das Kloster Oehringen stiftete, in welches sie sich nach dem Tode ihres zweiten Gemahls zurückzog (Stiftungsbrief von 1037, Wirtemberg. Urkundenbuch 1, 203). Konrad überließ ihr für diese ihre Begräbnisstätte Reliquien, die ihm der byzantinische Kaiser Romanos zum Geschenk gemacht hatte (vgl. Nr. 140 a). Sonstige Beziehungen zwischen Mutter und Sohn sind nicht nachweisbar. Im Jahre 1037, zur Zeit der Ausstellung der Stiftungsurkunde für Oehringen, war Adelheid noch am Leben. Am 7. September 1046 schenkte ihr Enkel, Kaiser Heinrich III., dem Domkapitel zu Speyer mehrere Güter, die er von seiner Großmutter ererbt hatte (DH. III. 168 und 171). Wahrscheinlich hat also Adelheid ihren kaiserlichen Sohn überlebt, denn sonst wären die Güter in den Urkunden als väterliches, nicht als großmütterliches Erbe des Herrschers bezeichnet. Jedenfalls ist sie zwischen 1037 und 1046 gestorben. Aus erster Ehe hatte sie noch eine wohl früh verstorbene Tochter Judith, von der wir nur den Namen kennen (DK. II. 204). Sie erhielt den Namen ihrer Großmutter, der Gemahlin Ottos von Kärnten, und wurde im Dom zu Worms begraben. Wie aus DK. II. 204 hervorgeht, war sie im Jahre 1034 bereits tot.

Kommentar

Vgl. Breßlau, Jahrbücher 1, 4 und besonders 339 ff.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,1 n. c, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0990-03-28_2_0_3_1_0_3_c
(Abgerufen am 23.07.2017).