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RIplus | SFG: Bischöfe und Domkapitel von Augsburg 2 - Konrad von Hirschegg und Hartwig I. von Lierheim (1152-1184)

Präambel

Die Regesten des zweiten Bandes der Bischöfe und des Domkapitels von Augsburg erscheinen, anders als diejenigen des ersten Bandes, bei REGESTA IMPERII plus bereits vor ihrer Drucklegung. Bearbeitet wurden sie bis 2013 von Georg Kreuzer unter redaktioneller Betreuung von Wilhelm Volkert. Nach dem alters- und gesundheitsbedingten Rückzug beider Forscherpersönlichkeiten konnte das Regestenmanuskript für die Pontifikate der Bischöfe Konrad von Hirschegg (1152-1167) und Hartwig I. von Lierheim (1167-1184) mit Unterstützung von Florian Dorn als wiss. Hilfskraft unter meiner Leitung in die vorliegende Fassung gebracht werden.

Der personelle Wechsel beim Regestenwerk fällt in die Zeit des medialen Umbruchs, in dem Open-Acess-Publikationen im Internet zunehmend an Bedeutung gewinnen. Diesem Umstand soll durch die begonnene Kooperation mit RIplus Rechnung getragen werden. Zugleich wird damit die Möglichkeit geschaffen, Regesten bereits vor dem Abschluss ganzer Bände oder Teilbände zu veröffentlichen.

Das ursprüngliche Vorhaben einer gedruckten Fortsetzung des Regestenwerkes soll beibehalten werden, allerdings kann hierfür weiterhin kein Zeitplan angegeben werden. Für die bessere Handhabung der Vorabveröffentlichung von Regesten als Work-in-Progress bei RIplus haben wir jedoch die ursprüngliche Bandeinteilung umgestellt. Während Band 1 beginnend 772 mit Bischof Wiktperp und endend mit dem Tod Bischof Walthers 1152 die Pontifikate von 24 Bischöfen mit insgesamt 529 Regesten umfasste, beschränkt sich Band 2 auf 124 Regesten zu den beiden Folgepontifikate der Bischöfe Konrad von Hirschegg und Hartwig I. von Lierheim. Diese beiden Pontifikate dürften mit den hier präsentierten Regesten nahezu vollständig bearbeitet sein. Die von Georg Kreuzer geleistete Regestierungsarbeit kann damit als eigenständiger Band erscheinen. Das "offene" Work-in-Progress beginnt dann ohne feste Bearbeiter ab Band 3.

Im Unterschied zu Band 1 konzentrieren sich die Regesten des zweiten Bandes, sofern sie auf Königsurkunden basieren, stärker auf den Kern der bischöflichen Handlung, etwa die Zeugenschaft, da zum Inhalt stets auf ausführliche Regesten der Regesta Imperii verwiesen werden kann. Aufgenommen werden aber innerhalb des Bischofsregestes alle belegten Personen, mit denen der Bischof zusammenkam, etwa alle weiteren Zeugen, sowie Tatsachen, die hinsichtlich der Augsburger Bistumsgeschichte relevant erscheinen. Die zunächst noch nach dem Muster von Band 1 verfassten Regesten wurden von der Redaktion im Einvernehmen mit dem Bearbeiter geändert.

Das ursprünglich auf eine reine Printfassung und einen größeren Zeitraum ausgelegte Konzept von Wilhelm Volkert und Georg Kreuzer für Band 2 hatte in Abänderung der Konzeption des ersten Bandes vorgesehen, reine Domkapitelsregesten nicht mehr konsequent weiterzuführen, weil dies mit Anspruch auf Vollständigkeit nicht machbar erschien. Mit der RIplus-Veröffentlichung besteht nun die Möglichkeit, jederzeit Nachträge und Ergänzungen in das Regestenwerk einzupflegen, auch solche, die „nur“ das Domkapitel von Augsburg betreffen. Entsprechende Vorschläge über die Funktion „Nachtrag einreichen“ werden von der Redaktion gerne entgegengenommen.

Für die Realisierung des zweiten Bandes möchte ich vor allem dem Bearbeiter, Prof. Dr. Georg Kreuzer, aber auch meinem Vorgänger als Reihenredaktor, Prof. Dr. Wilhelm Volkert, für dessen redaktionelle Vorarbeit herzlich danken. Ebenso gilt mein Dank Herrn Florian Andreas Dorn, M.A., für seine engagierte Mitarbeit (Bearbeitung des Manuskriptes, Eingabe in die RIplus-Maske, Erstellung des Literaturverzeichnisses u.v.m.) und nicht zuletzt den Regesta Imperii, namentlich Herrn Yannick Weber, M.A., für die technische Unterstützung und sehr konstruktive Zusammenarbeit.

 

Augsburg, im Januar 2016

Thomas M. Krüger
Reihenredaktor im Auftrag der Schwäbischen Forschungsgemeinschaft

Zu den Regesten

 

Literaturhinweis:
Weitere Informationen zur Geschichte und zu den Zielsetzungen des Regesten-Werkes finden sich in den Vorworten zur ersten Lieferung der Printversion von 1955 und zum Gesamtband von 1985. Vgl. außerdem: Wilhelm Volkert, Die Regesten der Bischöfe und des Domkapitels von Augsburg (Reihe 2b), in: 50 Jahre Schwäbische Forschungsgemeinschaft, hg. von Pankraz Fried (Studien zur Geschichte des bayerischen Schwaben 26), Augsburg 1999, S. 205-207.