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RIplus | SFG: Bischöfe und Domkapitel von Augsburg - Bd. 1: Wikterp - Walther I. von Dillingen (769-1152)

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Auf der Reichsversammlung erscheinen vor Kaiser Otto zwei Priester aus Augsburg, Gerhard und Anamot, und bitten mit Intervention des Herzogs Otto [von Schwaben und Baiern] und der anwesenden Bischöfe im Namen aller Geistlichen des Bistums (de omnibus clericis in eodem episcopatu habitantibus) um die Entlassung des Bischofs Heinrich aus dem Gewahrsam des Abtes [Liudolf] von Werden, damit sie nicht länger des bischöflichen Schutzes beraubt seien. Bischof Heinrich, der sich seit Ostern unter der Hut des Abtes von Werden befand, wird nach wiederholter Leistung des Treueides vom Kaiser in Gnaden in sein Bistum entlassen.

Überlieferung/Literatur

Vita Udalrici cap. 28 (10. Jh.) MG SS 4, 417. - RI 2, 339 Nr. 771 a.

Kommentar

Otto II. war am 14. Juli 978 in Dortmund (MG DD 2, 205 Nr. 180; RI 2, 338 Nr. 771), im Juni hatte er sich wahrscheinlich in Maastricht aufgehalten (RI 2, 338 Nr. 770); Bischof Heinrich wurde Ende Juni aus der Haft entlassen, wie aus der Vita Udalrici hervorgeht (post nativitatem s. Johannis baptistae; Juni 24). Ob Heinrich den Eid in Dortmund leistete, ist aus der Vita Udalrici nicht zu entnehmen (vgl. auch Uhlriz, Jb. Ottos II. 109). Bei den nach Dortmund geschickten Augsburger Geistlichen handelt es sich wohl um Angehörige des Domkapitels; ob der genannte Gerhard mit dem Dompropst gleichen Namens identisch ist, läßt sich nicht entscheiden. Die Wichtigkeit der Mission könnte dafür sprechen. Allerdings wird in der Niederschrift über die Tradition von 980 (Nr. 170) der Dompropst Gerhard immer mit der Bezeichnung „praepositus“ genannt, neben dem es noch einen presbyter Gerhardus im Augsburger Kapitel gab.

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Empfohlene Zitierweise

RIplus Regg. B Augsburg 1 n. 168, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/f902f829-7c82-43b1-b2a4-3a43d488a322
(Abgerufen am 20.09.2018).

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