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RIplus | SFG: Bischöfe und Domkapitel von Augsburg - Bd. 1: Wikterp - Walther I. von Dillingen (769-1152)

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Bischof Bruno wird von seinem Bruder, Kaiser Heinrich II., ins Exil geschickt.

Überlieferung/Literatur

Annales Heremi (11. Jh.) MG SS 3, 145. - Vgl. Hirsch-Breßlau, Jb. Heinrichs II. 3, 289.

Kommentar

Genaue Zeit und Dauer der Verbannung, von der allein diese Nachricht aus dem Kloster Einsiedeln berichtet (zur Einsiedler Annalistik vgl. Wattenbach-Holtzmann 1, 250) sind unbekannt. Daß Bruno noch im Mai 1024 in der Verbannung lebte, zeigt die Teilnehmerliste der Synode von Höchst (Mai 14), wo sich alle Mainzer Suffragane außer ihm und Bischof Meinwerk von Paderborn einfanden. Das Ergebnis dieser Beratungen war wohl das Schreiben an Papst Benedikt VIII. (Druck: Giesebrecht, Kaiserzeit 52, 708 Nr. 3) wegen der Maßregelung des Erzbischofs Aribo von Mainz (s. dazu Quellen- und Literaturangaben bei Wenner 164 f Anm. 2). Bruno fehlt in der Reihe der dieses Schreiben absendenden Bischöfe der Mainzer Provinz. - Ob sich Bruno noch vor Heinrichs II. Tod mit seinem Bruder aussöhnte, ist nicht bekannt; man hört erst wieder im Zusammenhang mit der Wahl Konrads II. von ihm (Nr. 238). - Auf Brunos schlechtes Verhältnis zu seinem Bruder in diesen Jahren deuten auch die Nachrichten über Bamberg (Nr. 222, 241).

 

Nachtrag:

 

Zu dem von der Synode von Höchst an Papst Benedikt VIII. abgesandten Schreiben vgl. RI 2, Papstregesten 500 f Nr. 1275.

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Empfohlene Zitierweise

RIplus Regg. B Augsburg 1 n. 237, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/f2bef0af-cb88-4738-8062-b018e02015d8
(Abgerufen am 20.02.2018).

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