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RIplus | SFG: Bischöfe und Domkapitel von Augsburg - Bd. 1: Wikterp - Walther I. von Dillingen (769-1152)

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König Otto III. bestätigt dem Kloster Pfäfers (Abt Hluoboldus und Konvent) die von seinen Vorgängern verliehene Immunität und Freiheit nach Zustimmung der Erzbischöfe Willigis von Mainz, Gisilher von Magdeburg, Libentius von Bremen, Aio von Capua und der Bischöfe Liutold von Augsburg, Hildibald von Worms, Hugo von Zeitz, Erp von Verden, Rethar von Paderborn, Reinward von Trient und der Äbte Manso von Montecassino, Thietmar von Corvey und Lüzo von Lüneburg. - Data idibus martii … actum Hildesheim.

Überlieferung/Literatur

Fälschung (17. Jh.) Perret, UB der südlichen Teile des Kantons St. Gallen 1, 102 f Nr. 99; MG DD 2, 864 Nr. 429. - RI 2, 551 Nr. 1074 c.

Kommentar

Die Urkunde ist jetzt einwandfrei als Fälschung des P. Karl Widmer aus der Mitte des 17. Jh. erkannt. DieVorlagen des Fälschers sind zusammengestellt bei Mendelsohn, ZSchG 14 (1934) 186-190. Mendelsohn zeigt, daß Widmer die Namen der Intervenienten aus G. Bucelinus, Germania sacra 1 (1655) 67 (zu 992) nahm, der eine Weingartner Handschrift des Annalista Saxo als Vorlage benutzte, in der zu 992 die Weihe des Halberstädter Domes mit der Liste der dort Anwesenden aufgeführt ist (vgl. Nr. 186). - In RI. a. a. O. wird ein echtes Deperditum angenommen, das die Immunitätsverleihung für Pfäfers enthalten habe. Diese verlorene Urkunde wird ebenfalls zeitlich in die Nähe der Halberstädter Domweihe gesetzt, wodurch sich die Nennung der zahlreichen Geistlichen erkläre.

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Empfohlene Zitierweise

RIplus Regg. B Augsburg 1 n. †185, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/f1412471-852d-4ba4-81c1-d67c77c8a60f
(Abgerufen am 21.02.2018).

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