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RIplus | SFG: Bischöfe und Domkapitel von Augsburg - Bd. 1: Wikterp - Walther I. von Dillingen (769-1152)

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König Heinrich IV. überträgt und bestätigt auf Intervention und Bitte seiner Mutter, der Kaiserin Agnes, und wegen der treuen Dienste des Bischofs Heinrich von Augsburg (ob devotum servitium fidelis nostri Heinrici Augustensis ecclesie venerabilis episcopi) den Kirchen der hl. Maria und des hl. Bekenners Udalrich in Augsburg (Avgvsta civitate) die Münze dieser Stadt entsprechend dem alten Herkommen, wie sie zuzeiten des hl. Udalrich eingerichtet wurde (s. Nr. 126). Die Münze sei in allem der von Regensburg gleichgeachtet mit der Ausnahme, daß sie 30 Denare mehr aus dem Pfund Silber schlage. - Fridericus cancellarius vice Sigifridi archicancellarii recognovi. Data non. mar. … 1061, indictione 14., anno autem ordinationis domni Heinrici quarti regis 7., regni vero 5., actum Noremberg, feliciter amen.

Überlieferung/Literatur

Or. Perg. HStA München, Kaiserselekt 401 (Hochstift Augsburg x9) (mit durchgedrücktem Rundsiegel, stark beschädigt; das leicht beschädigte Diplom ist auf Leinwand aufgezogen); ebd., Hochstift Augsburg Urk. 5941 (begl. Abschr. von 1787 September 22); ebd., Hochstift Augsburg Urk. 9 (Abschr. 18. Jh.). - Drucke: MG DD 6, 93 f Nr. 71; Jesse, Quellenbuch zur Münz- und Geldgeschichte 37 Nr. 102; MB 29 I, 150 Nr. 401; Braun, Gesch. 1, 380 Noten u und y (Auszug); Faksimile in Jb. des oberösterr. Musealvereins 83 nach S. 96 Tafel 83. - Regesten: Vock, Reg. Hochstift Augsburg Nr. 10; Nürnberger UB 8 Nr. 13; Stumpf, Reichskanzler Nr. 2593; Böhmer Nr. 1739; RB 1, 93.

Kommentar

Zur besonderen Bedeutung dieser Urkunde für die augsburgische Münzgeschichte vgl. Beyschlag 4; Steinhilber 27 f, 38 f; zur allgemeinen Münz- und Geldgeschichte s. Friedensburg, Münzkunde und Geldgeschichte 25; Luschin von Ebengreuth, Allgemeine Münz- und Geldgeschichte 2249; Schrötter, Wörterbuch der Münzkunde 129. Zu dem seit Bischof Udalrich in Augsburg ausgeübten Münzregal vgl. Nr. 126.

 

Nachtrag:

 

Abschrift (16. Jh.) HStA München, Hochstift Augsburg Lit., Münchener Bestand Nr. 462 II, fol. 993’ ff. Vgl. auch MG DD 6, 715 f (Nachtrag zu D. 71). - Regest: RI 3 II, 87 Nr. 215. - Zum Münzrecht der Bischöfe s. Hahn 17 f, 131; Metz, in: Archiv für Diplomatik, Schriftgeschichte, Siegel- und Wappenkunde 24, 248 ff.

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Empfohlene Zitierweise

RIplus Regg. B Augsburg 1 n. 292, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/e3503504-42d7-4abe-9380-c99306d7286e
(Abgerufen am 24.02.2018).

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