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RIplus | SFG: Bischöfe und Domkapitel von Augsburg - Bd. 1: Wikterp - Walther I. von Dillingen (769-1152)

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Bischof Bruno von Augsburg (Augusburgensis episcopus) ist zusammen mit den Bischöfen Eberhard von Bamberg, Adalbold von Utrecht, Meginhard von Würzburg und Meinwerk von Paderborn sowie Herzog Bernhard [von Sachsen] und zahlreichen Äbten anwesend auf der Provinzialsynode, auf der unter Vorsitz König Konrads II. der Streit um die Diözesanzugehörigkeit des Klosters Gandersheim zwischen Erzbischof Aribo von Mainz und Bischof Godehard von Hildesheim zugunsten des letzteren entschieden wird.

Überlieferung/Literatur

Continuatio vitae Bernwardi (11. Jh.) MG SS 11, 167 f; Wolfherii vita Godehardi episcopi prior cap. 26 (11. Jh.) MG SS 11, 187 (die Vita Godehardi post. cap. 21 MG SS 11, 208 nennt die Namen der Bischöfe nicht). - RI 3, 21 Nr. 20 b; v. Guttenberg 89 Nr. 194; Böhmer-Will1, 157 f Nr. 29; Boye, NA 48, 78.

Kommentar

Über diesen Zwischenentscheid in dem langwierigen Streit um Gandersheim vgl. besonders Breßlau, Jb. Konrads II. 1, 54 ff, der die Parteistellung der anwesenden Bischöfe gegen Erzbischof Aribo kennzeichnet (s. auch Perst 32 ff; Wenner, Rechtsbeziehungen 169). - Da Bruno schon zu Weihnachten 1024 im Gefolge des Königs war (s. Nr. 242), kann man annehmen, daß er ihn auch auf dem Umritt durch Sachsen begleitete. Im Januar war in Hildesheim, Goslar und Gandersheim über die gleiche Angelegenheit beraten worden (RI 3, 18 f Nr. 15 a, 17 a, b; s. auch oben Nr. 210). Vielleicht war Bruno Beisitzer des königlichen Hofgerichts, das in Goslar über die Klage Aribos gegen Godehard zu Gericht saß, eine Entscheidung jedoch nicht traf (s. auch Hauck, KG Deutschlands 93, 548 f). Der König hielt sich im März in Sachsen auf und begab sich dann über Fulda nach Augsburg, wo er Ostern (April 14) feierte (die paschali apud Vindelicam Augustam). Am 19. April stellte er hier ein Diplom für St. Gallen aus, am 23. April für Kloster St. Ponziano in Lucca (Breßlau, Jb. Konrads II. 1, 56 f; RI 3, 22 f Nr. 24, 25. Zu den irrigen Nachrichten, Konrad sei an Ostern 1025 in Regensburg gewesen s. Breßlau, a. a. O. Anm. 2).

 

Nachtrag:

 

Zum Aufenthalt Konrads II. in Augsburg an Ostern 1025 vgl. Schmidt, Königsumritt 155 f; P. Schmid 339. Zum Gandersheimer Streit s. Goetting, Kanonissenstift Gandersheim 93; H. Bannasch, Das Bistum Paderborn unter den Bischöfen Rethar und Meinwerk 983-1036 (Studien und Quellen zur Westfälischen Geschichte 12, 1972) 196, 200.

 

Regest übernommen aus: Die Regesten der Bischöfe und des Domkapitels von Augsburg, bearbeitet von Wilhelm Volkert (Veröffentlichungen der Schwäbischen Forschungsgemeinschaft, Reihe 2b), Augsburg 1985, S. 140f.

Nachträge

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Empfohlene Zitierweise

RIplus Regg. B Augsburg 1 n. 243, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/e2e317a8-fe77-43d6-9cc2-cf5d1b4b0e9d
(Abgerufen am 21.04.2019).

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