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RIplus | SFG: Bischöfe und Domkapitel von Augsburg - Bd. 1: Wikterp - Walther I. von Dillingen (769-1152)

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Abt Eggehard von Reichenau wird zum Bischof von Augsburg (episcopatu Augustensi evectus) erhoben, erkrankt [in Augsburg], kehrt [nach Reichenau] zurück und stirbt. - 8. kal. dec.

Überlieferung/Literatur

Annales Augustani (11. Jh.) MG SS 3, 133.

Kommentar

Eggehard, einer der Hauptvertreter päpstlichen Einflusses im Bodenseegebiet (vgl. über ihn Beyerle, Reichenau 1, 122-128; Feger, Bodenseeraum 2, 50, 368) stammte aus dem Geschlecht der Grafen von Nellenburg; sein Vater war Graf Eberhard II., seine Mutter Hedwig, eine Tochter Herzog Hermanns II. von Schwaben. Brüder: Graf Eberhard III.; Erzbischof Udo von Trier (1066-1079); Graf Burkard (mit diesem starb diese Linie der Familie aus; vgl. Feger,

Bodenseeraum 2, 24, 307). Der Tod Eggehards ist erwähnt im Necrologium Ottenburanum zu 8. kal.dec. (12. Jh.) MG Necr. 1, 116; ebenso Necrologium Augiae Divitis (12. Jh.) MG Necr. 1, 281; ebenso Necrologium Petrishusanum (12. Jh.) MG Necr. 1, 677. Bereits 1072 war er von Papst Gregor VII. zum Abt konsekriert worden (GP 2 I 155 Nr. 20; K. Beyer, Die Bamberger, Constanzer, Reichenauer Händel unter Heinrich IV., in: FDG 22 [1882] 576). Über Reichenau zu seiner Zeit s. Wattenbach-Holtzmann 528. - Es ist zu vermuten, daß auch Eggehards Erhebung zum Bischof von Augsburg dieselben Kreise betrieben wie die Werinhars (s. Nr. 358); weitere Nachrichten fehlen jedoch (s. Meyer v. Knonau, Jb. Heinrichs IV. u. Heinrichs V. 4, 205 f; Hauck, KG Deutschlands 3, 983; Loewe, Ann. Aug. 98). Der Zeitgenosse Bernold, der den Tod Eggehards mitteilt (MG SS 5, 448), meldet nichts von den Vorgängen in Augsburg.

 

Nachtrag:

 

Über Abt Eggehard von Reichenau vgl. Keller, in: ZGOR 112 NF 73, 408 f.

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Empfohlene Zitierweise

RIplus Regg. B Augsburg 1 n. 359, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/e2c6ba19-67fc-41ef-82ce-5993f71f76ef
(Abgerufen am 20.02.2018).

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