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RIplus | SFG: Bischöfe und Domkapitel von Augsburg - Bd. 1: Wikterp - Walther I. von Dillingen (769-1152)

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Bischof Walther von Augsburg (Augustensis ecclesie episcopus) bestätigt nach dem Auftrag Papst Eugens III. Abt Walto von Wessobrunn [Lkr. Landsberg a. Lech] (Wessinensbrunnensis ecclesie) zwei Teile des Zehnten in Perge [Oberbergen, Lkr. Landsberg a. Lech] und von der Kirche in Potzenhusen [Petzenhausen, Lkr. Landsberg a. Lech], welche zu Zeiten seines Vorgängers, des Bischofs Hermann (predecessoris bone memorie Herimanni episcopi) das Kloster (eadem ecclesia) besessen hat. - Zeugen: Archidiakon Rüdiger, Archipresbyter Konrad, Propst Rupert von St. Peter [in Augsburg], Johannes medicus. - Actum 1149, indictione 12., 14. kal. iunii, presidente Eugenio papa III., regnante Conrado Romanorum regio tertio.

Überlieferung/Literatur

HStA München, Kloster Wessobrunn Lit. Nr. 3a (Abschrift 16. Jh.) pag. 63; vgl. auch Bayer. Staatsbibliothek München, Clm 1928 (16. Jh.) pag. 9; Clm 27160 (18. Jh.) pag. 116. - Druck: MB 7, 382 Nr. 7; Leutner 1, 128. - Vgl. Feist-Helleiner, in: AZ 37, 40 Nr. 24; GP 2 I, 66 Nr. 2.

Kommentar

Das Original ist nicht mehr erhalten (Feist-Helleiner, in: AZ 37, 65); 1521 lag es noch vor als Grundlage für die Abschrift in HStA München, Kloster Wessobrunn Lit. Nr. 3 a, pag. 63 (zur Überlieferung vgl. QE NF 32 I, 32+ Anm. 31). Das erwähnte Mandat Eugens III. ist anderwärts nicht nachweisbar (s. Nr. 520). Zum Einfluß des päpstlichen Formulars auf diese Urkunde vgl. Feist-Helleiner, in: AZ 37, 62 f. - Die Ausstattung Wessobrunns mit Zehntrechten geht bereits auf die Zeit Bischof Udalrichs zurück (s. Nr. 152), was im Privileg Innozenz II. von 1141 November 20 erwähnt wird (MB 7, 380 Nr. 6; GP 2 I, 66 Nr. 1; JL 1, 898 Nr. 8160). Über Pfarr- und Zehntrechte Wessobrunns vgl. auch Nr. 460. Über die Orte Oberbergen und Petzenhausen vgl. HAB Landsberg-Schongau 28, 35, 164, 166; zu Wessobrunn vgl. ebd. 98; über Abt Walto vgl. Lindner, Wessobrunn 4. - Über den in der Zeugenreihe genannten Archidiakon Rudiger, auf den das Diktat der Urkunde zurückgeht, vgl. Schröder, in: AHAug 6, 827; über den Archipresbyter Konrad ebd. 138.

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Empfohlene Zitierweise

RIplus Regg. B Augsburg 1 n. 521, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/e1d97d92-366e-45c7-a990-0d32eaa131ca
(Abgerufen am 19.06.2018).

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