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RIplus | SFG: Bischöfe und Domkapitel von Augsburg - Bd. 1: Wikterp - Walther I. von Dillingen (769-1152)

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König Karl bestätigt Bischof Sintpert die der Augsburger Kirche von König Pippin übertragenen Güter und schenkt noch einige dazu.

Überlieferung/Literatur

Translatio sancti Magni (wohl Mitte 9. Jh.) MG SS 4, 425. - RI 21 Verl. Urk. Nr. 49.

Kommentar

Frühest möglicher Zeitpunkt dieser Bestätigung und Schenkung ist der erschlossene Regierungsantritt Sintperts zu 778, der spätest mögliche scheint das Jahr 800 zu sein. In ihrem Bericht über Sintpert unterscheidet die Translatio sehr wohl, daß die Vereinigung Neuburgs mit Augsburg nach der Kaiserkrönung Karls stattfand (s. Nr. 17) und daß „Carolus rex“ Sintpert in Augsburg einsetzte und die Urkunde seines Vorgängers Pippin bestätigte. Die wohl dem Bischof Wikterp von Pippin gewährte Schenkung ist nur durch diese Überlieferung bekannt (Nr. 7). - Die von Böhmer-Mühlbacher vermutete Identität mit RI 21 Verl. Urk. Nr. 517 ist abzulehnen, dort handelt es sich um eine von Sigmund Meisterlin überlieferte Murbacher Nachricht; in Meisterlins Vorlage wird nicht einmal auf einen Augsburger Episkopat Sintperts hingewiesen (s. Nr. 10e).

 

Nachtrag:

 

Die bisherigen Vermutungen über den Bau des Domes zur Zeit Bischof Sintperts (vgl. die Literatur-Nachweise bei Volkert, St. Stephan 53 f, 125) scheinen sich bei den Ausgrabungen in der Westkrypta des Domes 1979 zu bestätigen; dort wurde ein karolingischer Flechtwerkstein in sekundärer Verwendung gefunden. Er könnte einem Bau der Epoche Bischof Sintperts zugewiesen werden. Vgl. Sage, in: Archäologisches Korrespondenzblatt 9, 436; s. auch Nr. 105, 197; Sage, a.a.O. 438 meint, außerdem auch noch Spuren eines vorkarolingischen Sakralgebäudes (6./7. Jahrhundert), vielleicht „des ersten Augsburger Domes“, aufgefunden zu haben. Spuren des möglicherweise der Zeit Sintperts zuzuweisenden Baues wurden im Ostteil des Mittelschiffes 1970/71 aufgefunden (Weber, Dom 12 ff, 23). Schriftquellen zur Baugeschichte des Domes im 8. Jahrhundert fehlen; als älteste urkundliche Nennung gilt die Traditionsnotiz von [815] (Nr. 25). Eingehende Berichte über die Grabungen von 1979 und deren Fortsetzung im folgenden Jahr gibt Sage, in: Ars Bavarica 23/24, 13-40; Ders., in: JbAugBtmG 15, 115-139; s. auch Augsburg (1984) 108 f mit Abb. 25; Hübener 169 f, 188 f; Rummel 19.

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Empfohlene Zitierweise

RIplus Regg. B Augsburg 1 n. 11, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/e038f450-bc41-4cc1-9101-526f4946583f
(Abgerufen am 19.06.2018).

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