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RIplus | SFG: Bischöfe und Domkapitel von Augsburg - Bd. 1: Wikterp - Walther I. von Dillingen (769-1152)

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Bischof Heinrich entzieht dem Kloster St. Afra in Augsburg den größten Teil der an den Gräbern der hl. Afra und des hl. Udalrich von wallfahrenden Gläubigen dargebrachten Opfergaben, verbietet dem Konvent die Feier des Gottesdienstes in den beiden Chören der Klosterkirche und weist den Mönchen einen Platz zur Messe in einem Winkel der Kirche an (in extremitate templi loco).

Überlieferung/Literatur

Catalogus abbatum s. Afrae Augustensis monasterii (13. Jh.) OrdinariatsA Augsburg, Hs. 80 fol. 12'; Fr. Wilhelmi Wittwer catalogus abbatum monasterii ss. Udalrici et Afrae Augustensis cap. 7 (15. Jh.) ABtAug 3, 82 f.

Kommentar

Möglicherweise wollte Bischof Heinrich die großen Ausgaben für den Dombau, der in die Jahre kurz vor 1060 zu setzen ist (s. Nr. 290), auch mit den Einkünften des Klosters decken, das man noch als bischöfliches Eigenkloster betrachtete (vgl. Endrös 23 f). In ähnlicher Weise erlaubte sich der Bischof um diese Zeit auch Eingriffe in das Vermögen des Domkapitels (Zoepfl, Bisch. 94). Vgl. Nr. 284.

 

Nachtrag:

 

Zur Überlieferung vgl. Volkert, UuA 108 Nr. 26; zur Bausituation Haas, UuA 76. Als Verfasser des Abtkatalogs (OrdinariatsA Augsburg, Hs. 80) kommt der Prior Adilbert (l. Hälfte des 13. Jh.) in Frage; s. Bühler, Schriftsteller 33 f Nr. 7; Kraft, Handschriften 47 Nr. 16, 93 Nr. 80; GP 2 I 56 f Nr. 1; Hörberg 17; ebd. 228 über die Auseinandersetzung zwischen Bischof Heinrich II. und dem Kloster.

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Empfohlene Zitierweise

RIplus Regg. B Augsburg 1 n. 285, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/d9b8521d-3076-4e3b-b379-bd9039f6be8a
(Abgerufen am 19.02.2018).

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