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RIplus | SFG: Bischöfe und Domkapitel von Augsburg - Bd. 1: Wikterp - Walther I. von Dillingen (769-1152)

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Von Papst [Paschalis II.] gesandt, begibt sich Kardinal Divitius nach Deutschland (Theutonicas adiit partes); nach seiner Rückkehr nach Rom übt Bischof [Hermann von Augsburg] das bischöfliche Amt aus, wobei er vorgibt, vom Kardinal restituiert worden zu sein, was aber niemand bezeugen könne (sub nullo tamen testimonio).

Überlieferung/Literatur

Uodalscalcus, De Eginone et Herimanno cap. 16 (12. Jh.) MG SS 12, 439. - GP 2I, 36 Nr. 27; Gebele 116 Nr. 26 (zu 1107).

Kommentar

Gebele 33 führt aus, daß die von dem Kardinalpriester Divitius ausgesprochene Aufhebung der Suspension in das Jahr 1107 zu setzen sei, weil sie in den Zusammenhang der Folgeerscheinungen nach dem Konzil von Troyes (s. Nr. 393) gehöre; mit einem für Bischof Hermann negativen Akzent ist sie von Udalschalk im unmittelbaren Anschluß an die Überlieferung der Urkunde Papst Paschalis II. von 1107 Februar 6 (s. Nr. 392) erwähnt. Schumann, Legaten 90 ff und 181, setzt die Angelegenheit wie schon die Monumenta-Ausgabe offensichtlich zutreffend zu 1108; dieser Ansicht schließt sich auch Zoepfl, Investiturstreit 322 und Bischöfe 115 an. Divitius, Kardinalpriester St. Martini et Silvestri erscheint in Papsturkunden zwischen 1103 und 1116 (JL 1, S. 702).

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Empfohlene Zitierweise

RIplus Regg. B Augsburg 1 n. 394, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/d50e44f3-b6ae-4130-a08f-f0af4eda029a
(Abgerufen am 24.09.2018).

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