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RIplus | SFG: Bischöfe und Domkapitel von Augsburg - Bd. 1: Wikterp - Walther I. von Dillingen (769-1152)

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Kaiser Otto II. schenkt der bischöflichen Kirche in Passau einen Teil des in der Stadt zu erhebenden Zolls, den Bischof Adalbert (gest. 971) von Otto I. als Benefizium auf Lebenszeit erhalten und danach Bruno „nepos noster“ zu Eigen besessen hatte. - 11. kl. aug.

Überlieferung/Literatur

MG DD 2, 155 f Nr. 138. - RI 2, 320 f Nr. 724.

Kommentar

Über die Person des „nepos Bruno“ herrscht keine volle Klarheit. Uhlirz, Jb. Ottos II. 82 Anm. 29 hält es für möglich, daß er der baierischen Linie der Luitpoldinger angehörte. Die früher geäußerte Vermutung, dieser Bruno sei ein Sohn Liudolfs (Sohn Ottos I.) gewesen, lehnt er ebenso wie Hirsch, Jb. Heinrich II. 1, 461 ab. Wegen der gutverbürgten Verwandtschaft des späteren Augsburger Bischofs Brunos zu den Ottonen könnte er wohl der in dieser Urkunde genannte „nepos“ sein.

Wahrscheinlich befand sich Bruno im Juli 976 bei seiner Mutter Gisela, die sich nach der Einnahme Regensburgs durch Kaiser Otto II. und der Entsetzung Herzog Heinrichs des Zänkers zu Bischof Abraham von Freising begeben haben dürfte (vgl. Uhlirz, Jb. Ottos II. 51, 54). In dem Diplom Heinrichs II. für die Freisinger Kirche von 1007 klingt die enge Verbundenheit Heinrichs mit Bischof Abraham an (MG DD 3, 162 f Nr. 136; Riezler 21 II, 5; neuere Literatur über Abraham s. NDB 1, 21).

 

Nachtrag:

 

Zu der Nennung von Bruno „nepos noster“, die vielleicht auf den späteren Bischof Bruno bezogen werden könnte, s. RI 2, 855 Nr. 1483 a. Zu den Beziehungen Bischof Abrahams von Freising zu Herzog Heinrich IV. s. RI 2, 933 f Nr. 1639.

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Empfohlene Zitierweise

RIplus Regg. B Augsburg 1 n. 217a, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/cfce7281-d3ad-4d5d-8b17-837c96ba968b
(Abgerufen am 16.07.2018).

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