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RIplus | SFG: Bischöfe und Domkapitel von Augsburg - Bd. 1: Wikterp - Walther I. von Dillingen (769-1152)

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Die Bischöfe Udalrich von Augsburg und Hardpert von Chur vermitteln zwischen König Otto I. und dessen Sohn Liutolf, die sich mit bewaffneter Macht gegenüberstehen und bringen einen Frieden [Waffenstillstand] zustande.

Überlieferung/Literatur

Vita Udalrici cap. 12 MG SS 4, 400 f; vgl. auch die bei Nr. 119 und 120 angegebenen Quellen. - RI 2 Nr. 237d.

Kommentar

Gerhard spricht von Frieden, den die beiden Bischöfe vermittelt hätten (pactum pacis inter se placitaverunt); doch dürfte er hier den Waffenstillstand bis zum 16. Juni (XVI. kal. iulii) meinen, den Widukind, Rer. gest. Sax. III, 31 erwähnt (MG SS Schulausg. 118). An diesem Tag trat ein Reichstag bei Cinna [Langenzenn, Lkr. Fürth/Bay.] zusammen, der jedoch immer noch nicht zum endgültigen Frieden zwischen dem König und den Aufständischen führte (vgl. RI 2 Nr. 238 a; Holtzmann, Sächs. Kaiserzeit 160). Udalrich und Hardpert waren dort nicht anwesend. Zu dem vorläufigen Ausgleich bei Illertissen wurde Liutolf wohl durch den Erfolg der königlichen Partei vor Schwabmünchen (Nr. 120) und den Einfall der Ungarn im Frühjahr 954 (RI 2 Nr. 237b) veranlaßt. - Über die Stelle der Begegnung vgl. auch Mang, Tussa 13 ff.

 

Nachtrag:

 

Über Langenzenn, den Ort der Reichsversammlung von 954, s. ONB Fürth 61.

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Empfohlene Zitierweise

RIplus Regg. B Augsburg 1 n. 121, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/cf5b58f7-50b2-4e3b-b398-35db8621a529
(Abgerufen am 20.06.2018).

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