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RIplus | SFG: Bischöfe und Domkapitel von Augsburg - Bd. 1: Wikterp - Walther I. von Dillingen (769-1152)

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König Otto I. verleiht auf Intervention der Königin Adelheid und nach Rat der Bischöfe Udalrich von Augsburg und Hardbert von Chur der Abtei Favarias [Pfäfers, Kanton St. Gallen] die Immunität und freie Abtwahl. „In praesencia principum, episcoporum scilicet Moguntinae, Augustensis, Halberstadensis, Curiensis, Leodicensis, Ratisbonensis ecclesiarum propria manu confirmavimus et sigillo nostro muniri praecepimus.“ VI. kal. decemb., ind. XV., anno inc. dni. DCCCCLVIII.

Überlieferung/Literatur

Fälschung (14. Jh.?). MG DD 1, 269 ff Nr. 188 (nach Abschr. von 1656 im StiftsA Pfäfers); Perret, UB der südl. Teile des Kantons St. Gallen 1, 78 ff Nr. 75 (zu 958). - RI 2 Nr. 255.

Kommentar

Die in einem Transsumpt des P. Karl Widmer von 1656 erhaltene Urkunde ist vielleicht schon im 14. Jh. gefälscht worden. Für die Nennung der Intervenientin und der beratenden Bischöfe lagen dem Fälscher wohl Ekkehardi casus s. Galli vor, für Bischof Udalrich wohl besonders cap. 73 und 74 (St. Galler Mitt. 15, 257 ff; vgl. Mendelsohn, ZSchwG 14, 179 ff, 267). Die echten Teile der Urkunde festzustellen, ist kaum möglich, Immunität und Wahlrecht wurden Pfäfers schon 950 von Otto I. verliehen (MG DD 1, 202 f Nr. 120). - Da bei DD O I. 189 und 191 die Indiktion im Gegensatz zum Inkarnationsjahr richtig ist, dürfte sie wohl auch hier der Jahresangabe 957 vorzuziehen sein.

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Empfohlene Zitierweise

RIplus Regg. B Augsburg 1 n. †129, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/cdfb0bfb-934c-4193-8493-e16ec103c443
(Abgerufen am 20.02.2018).

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