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RIplus | SFG: Bischöfe und Domkapitel von Augsburg - Bd. 1: Wikterp - Walther I. von Dillingen (769-1152)

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Mit Erlaubnis Kaiser Ottos I. beauftragt Bischof Udalrich seinen Neffen Adalbero (Sohn seiner Schwester Liutgard), die dem Hochstift Augsburg obliegenden Pflichten für Hof- und Kriegsdienst mit dem bischöflichen Aufgebot wahrzunehmen.

Überlieferung/Literatur

Vita Udalrici cap. 3 MG SS 4, 389.

Kommentar

Im Anschluß an die Erzählung des Jahres 936 (Nr. †109) berichtet die Vita, daß Udalrich seinen Neffen zur wissenschaftlichen Ausbildung dem gelehrten Mönch Benedikt übergeben habe. Vielleicht handelt es sich hier um den Abt Benedikt von Wessobrunn, auf den wohl das Nekrolog dieses Klosters zurückgeht (MG Necr. 1, 42 und 51; vgl. auch C. Leutner, Historia monasterii Wessofontani 63). Dies muß um 940 gewesen sein; denn Benedikt wurde in Wessobrunn von Abt Tiento abgelöst, der im Ungarnsturm 955 den Tod fand (Series abbatum Wessofontanum [16. Jh.] MG SS 15 II, 1026; vgl. Bauerreiß, KG 1, 148, 176). - Die Datierung 962-971 ergibt sich daraus, daß Otto I. als „imperator“ bezeichnet wird und 971 Udalrich um weitergehende Vollmachten für Adalbero in der Bistumsverwaltung beim Kaiser nachsuchte (Nr. 147). Vgl. Zoepfl, Lebensbilder 1, 42 f.

 

Nachtrag:

 

Abt Benedikt von Wessobrunn (10. Jh.) dürfte mit dem Nekrolog des Klosters nichts zu tun gehabt haben (QE NF 32 I, 29+ f); zur Zerstörung von 955 s. ebd. 99+.

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Empfohlene Zitierweise

RIplus Regg. B Augsburg 1 n. 133, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/cd99692e-48ec-4ae5-b134-c03f6d019cc0
(Abgerufen am 17.07.2018).

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