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RIplus | SFG: Bischöfe und Domkapitel von Augsburg - Bd. 1: Wikterp - Walther I. von Dillingen (769-1152)

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Bischof [Walther von Augsburg] erteilt seine Zustimmung, daß die Kirche in Behaim [Böhen, Lkr. Unterallgäu] von Mönchen des Klosters Ottobeuren versehen wird.

Überlieferung/Literatur

Annales Isingrimi maiores (12. Jh.) MG SS 17, 313.

Kommentar

Die Ottobeurer Annalen, die diese bischöfliche Verfügung im Zusammenhang mit dem Konvent von 1151 (s. Nr. 528) erwähnen, berufen sich dabei auf ein Privileg Papst Eugens III. von 1148, welches dieser auf der Synode in Reims dem Kloster erteilt haben soll. Ein solches wird auch in den Annales Isingrimi minores (MG SS 13, 315) erwähnt. Dafür fehlen bestätigende Quellen, so daß GP 2 I, 80 f Nr. +1 die päpstliche Verfügung von 1148 zum Spurium erklären. Über die Synode in Reims und die auch in den Ottobeurer Annalen erwähnte Verurteilung des Häretikers Eudo de la Stella vgl. LThK 23, 1169. Im Privileg Eugens III. von 1152 November 26 ist bei der Bestätigung der Besitzungen des Klosters Ottobeuren auf Rasur von anderer Hand nachgetragen „ecclesia Behaim“, was wohl in verfälschender Absicht geschah (vgl. GP 2 I, 81 Nr. 2; JL 2, 81 Nr. 9615). 1220 Juli 8 hat Papst Honorius III. dem Kloster das Patronatsrecht in Böhen bestätigt (MG SS 23, 626; Potthast Nr. 6296). Böhen gehört offensichtlich zu den ältesten Ottobeurer Klostergütern (vgl. dazu auch Nr. 47); es braucht nicht bezweifelt zu werden, daß dazu auch die vom Kloster ausgeübten Pfarrechte gehörten (HAB Memmingen 37 f, 72, 130 f, wo allerdings die Überlieferungsproblematik der Papsturkunden des 12. Jahrhunderts nicht erörtert wird). Eine Bestätigung dieser Rechte durch den Diözesanbischof erscheint zum Jahr 1151 nicht ausgeschlossen.

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Empfohlene Zitierweise

RIplus Regg. B Augsburg 1 n. 527, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/cc5b36aa-ef29-49aa-b5c9-cf56fa65cc7f
(Abgerufen am 18.02.2018).

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