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RIplus | SFG: Bischöfe und Domkapitel von Augsburg - Bd. 1: Wikterp - Walther I. von Dillingen (769-1152)

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Kaiser Otto III. übergibt der Augsburger Kirche ein Gut (predium) im Ort (villa) Scerdistein [Schierstein, Stadtkr. Wiesbaden] im Gau Cuningessundera [zwischen Main und Taunus], in der Grafschaft des Sigifrid, zu Eigen auf Intervention seiner Großmutter, der Kaiserin Adelheid, und der Äbtissin Mathilde von Quedlinburg.

Überlieferung/Literatur

Erwähnt in Diplom König Heinrichs III. von 1040 März 2 (MG DD 5, 47 f Nr. 37). S. Nr. 272.- RI 2, 569 Nr. 1104.

Kommentar

Nähere Anhaltspunkte zur Datierung dieses Deperditums fehlen; die Vormundschaftsregierung der Kaiserin Adelheid begann 991; sie starb 999. Im gleichen Jahr starb die Äbtissin Mathilde. Vielleicht kann die Schenkung auch auf die Jahre 991-994 eingegrenzt werden, weil Adelheid seit 994 seltener in Urkunden Ottos III. erscheint. In RI a. a. O. wird vermutet, Liutold habe diese Schenkung bei seinem Aufenthalt am königlichen Hof im Sommer 993 erwirkt (s. Nr. 190). - Zur Lage des Gaues Königssundern vgl. Curs 4 f. Besitz in der Gegend von Schierstein schenkte Otto II. an Kloster Hilwartshausen [Lkr. Einbeck, Niedersachsen] (MG DD 2, 70 Nr. 60; vgl. Kröschell 9). Auch das Kloster Michelsberg bei Bamberg war dort begütert (s. v. Guttenberg 66 f Nr. 137). Über Schierstein vgl. P. Wagner, Neue Untersuchungen zur älteren Geschichte Nassaus und des nassauischen Grafenhauses, in: Nassauische Annalen 54 (1934) 203 f; Hdb. der historischen Stätten Deutschlands 4, Hessen (Stuttgart 1960) 370 f.

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Empfohlene Zitierweise

RIplus Regg. B Augsburg 1 n. 184, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/cbc957d6-72a6-41af-867e-9b961c06bfd5
(Abgerufen am 21.02.2018).

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