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RIplus | SFG: Bischöfe und Domkapitel von Augsburg - Bd. 1: Wikterp - Walther I. von Dillingen (769-1152)

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König Ludwig d. D. schickt Bischof Witgar [von Augsburg] nach Rom mit dem Auftrag, festzustellen, ob sich die römische Kirche in befriedetem Zustand befinde.

Überlieferung/Literatur

Visio Caroli Magni (9. Jh.) Jaffe, Bibl. rer. Germ. 4, 704. - GP 2 I, 30 Nr. 4.

Kommentar

Die „Visio Caroli Magni“ entstand in der 2. Hälfte des 9. Jh., ein Geistlicher aus Mainz wollte gegen die Entfremdung von Kirchengut durch weltliche Gewalt Stellung nehmen. Als Quelle gibt er einen Bericht des Hrabanus Maurus an (vgl. Wattenbach, Deutschlands Geschichtsquellen 71, 207 f; Wattenbach-Levison 279; zur Frage der Visionen vgl. W. Levison, Die Politik in den Jenseitsvisionen des frühen MA, in: Aus rheinischer und fränkischer Frühzeit 229-246).

Zur Datierung: Die Visio gibt an, daß die Söhne Ludwigs d. Fr., Pippin von Aquitanien (814-838) und Lothar I. (gest. 855), in Italien zahlreiche Kirchengüter entfremdet hätten. Während der Regierungszeit des Sohnes Lothars I., Ludwigs II. 855-875, hätten sich die Bischöfe an Ludwig d. D. gewandt, der daraufhin Bischof Witgar nach Rom schickte. So ergibt sich aus dem vermutlichen Beginn von Witgars Bischofszeit und dem Tod Ludwigs II. die Zeitgrenze 861-875. Nähere Aufschlüsse über die Gründe, die zur Abfertigung dieser Gesandtschaft führten, sowie über den genauen Zeitpunkt lassen sich nicht gewinnen.

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Empfohlene Zitierweise

RIplus Regg. B Augsburg 1 n. 42, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/c3c81ee9-58b9-4e8e-8423-271cc429d7ea
(Abgerufen am 21.09.2018).

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