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RIplus | SFG: Bischöfe und Domkapitel von Augsburg - Bd. 1: Wikterp - Walther I. von Dillingen (769-1152)

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Walther wird zum Bischof [von Augsburg] ordiniert. - 5. idus septembris; Saligenstat.

Überlieferung/Literatur

Chronographia Heimonis (12. Jh.) MG SS 10, 3.

Kommentar

Zur Überlieferung vgl. Nr. 478; zu der der Ordination vorausgehenden Bestätigung der Wahl durch Kaiser Lothar III. s. Nr. 481; über die Beziehungen Bischof Walthers zu Seligenstadt s. Nr. 529. Zum Ort s. auch W. Küther, Seligenstadt, Mainz und das Reich, in: Archiv für mittelrheinische Kirchengeschichte 30 (1978) 20. - Im Bücherverzeichnis des Klosters St. Ulrich und Afra von 1616 (Bayer. Staatsbibliothek München, Clm 4414, fol. 37'ff) wird ein wahrscheinlich dem 12. Jahrhundert angehöriger Psalmenkommentar Augustins erwähnt; die mehrteilige Handschrift ist nicht mehr erhalten. Die Beschreibung erwähnt, daß darin ein päpstliches Breve für Klerus und Volk von Augsburg enthalten gewesen sei, mit welchem Bischof Walther (Gualter) Dispens dafür erhielt, daß er noch nicht Diakon war; die Urkunde sei in Pisa ausgestellt gewesen (Pisis datum; Bayer. Staatsbibliothek München, Clm 4414, fol. 38; Hörberg 89f). Eine mittelalterliche Überlieferung dazu fehlt; einen Hinweis auf die Glaubwürdigkeit könnte die Angabe des Ausstellungsortes Pisa sein, da sich Papst Innozenz II. 1133/34 häufig dort aufhielt (JL 1,859-863). Wegen des Ausstellungsorts Pisa ist es unwahrscheinlich, daß sich diese Quellenstelle auf Bischof Walther II. von Augsburg (1365-1369) bezieht. Der 1365 zum Bischof postulierte Subdiakon Walther erhielt zwar in diesem Jahr die Erlaubnis Papst Urbans V. zum Empfang der weiteren höheren Weihen. Da sich Urban V. jedoch in Avignon aufhielt, kommt für dieses Breve aus seiner Kanzlei der Ausstellungsort Pisa nicht in Frage (vgl. dazu Zoepfl, Bischöfe 316).

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Empfohlene Zitierweise

RIplus Regg. B Augsburg 1 n. 486, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/c02cab29-cd21-4084-a881-e13286498d59
(Abgerufen am 19.06.2018).

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