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RIplus | SFG: Bischöfe und Domkapitel von Augsburg - Bd. 1: Wikterp - Walther I. von Dillingen (769-1152)

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Bischof Heinrich erscheint gemeinsam mit Herzog Heinrich [dem Zänker] und Herzog Heinrich [von Kärnten] vor [dem Fürstengericht unter Vorsitz des Kaisers] Otto II., das die beiden Herzöge [wegen des im Vorjahr angezettelten Aufstandes] zur Verbannung, Bischof Heinrich zu Haft verurteilt. Dieser wird der Aufsicht des Abtes [Liudolf] von Wirdina [Werden an der Ruhr, Stadtkr. Essen] übergeben.

Überlieferung/Literatur

Vita Udalrici cap. 28 (10. Jh.) MG SS 4, 417; Thietmari Merseburgensis episcopi chronicon III, 7 (11. Jh.) MG SS rer. Germ. n. s. 9, 104; Chronicon Suevicum universale (11. Jh.) MG SS 13, 68; Annales Mellicenses (12. Jh.) MG SS 9, 497. - Reindel, Luitpoldinger 241 ff Nr. 123; RI 2, 335 Nr. 763 c. Vgl. auch Uhlirz, Jb. Ottos II. 103 f.

Kommentar

Die Annales Altahenses brevissimi (MG SS 20, 774) geben an, daß die Versammlung an Ostern 978 (März 31) stattfand; nach der Vita Udalrici befand sich Bischof Heinrich an pascha bereits in Gewahrsam des Abtes Liudolf. Diese beiden Angaben können insoferne zusammenpassen, da pascha nicht nur das Osterfest, sondern auch die Woche nach Ostern bezeichnen kann (Grotefend 1, 145 und 150). - Der Aufenthalt des Kaisers in Magdeburg ist urkundlich für den 25. März und den 11. April belegt (RI 2, 334 f Nr. 763 und 764). Nach den Annales Lobienses habe er das Osterfest in Quedlinburg verbracht (MG SS 13, 235).

Die Ladung der drei Aufständischen vor das kaiserliche Hofgericht war nach der Einnahme Passaus und dem Abzug des Kaisers aus Süddeutschland ergangen (s. Nr. 166).

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Empfohlene Zitierweise

RIplus Regg. B Augsburg 1 n. 167, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/bdbc1c9c-9949-4a58-aea3-85f14e32bae6
(Abgerufen am 21.02.2018).

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