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RIplus | SFG: Bischöfe und Domkapitel von Augsburg - Bd. 1: Wikterp - Walther I. von Dillingen (769-1152)

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König Heinrich III. bestätigt der Kirche von Augsburg, der Bischof Eberhard vorsteht (s. Augustensi ecclesie, cui Eberhardus venerabilis presul modo decenter presidet) auf Bitte seiner Mutter Gisela und auf Intervention des Bischofs Bruno von Würzburg das Eigentum des Gutes in Scerdistein [Schierstein, Stadtkr. Wiesbaden] im Gau Cuningessundera [zwischen Main und Taunus] in der Grafschaft des Sigifrid, das sein Vorgänger Otto III., auf Bitte seiner Großmutter Adelheid und seiner Tante (amita) Mathilde, Äbtissin von Quedlinburg, zu eigen übertragen hatte, damit die Augsburger Kirche stets Wein zu den Seelenmessen für die Vorgänger des Schenkers, besonders die drei Ottonen, Kaiser Heinrich II. und des Vaters, Kaiser Konrad II., habe, mit allem Zubehör (Leibeigene, Grundstücke aller Art, Weinberge, Gebäude, Jagd- und Fischrechte, Zehnten, Wasser- und Wegrechte und Einkünfte aller Art). - Theodericus cancellarius vice Bardonis archicapellani recognovi. Data 6. non. mart. indictione 8. … actum Rotuuile.

Überlieferung/Literatur

Or. HStA München, Kaiserselekt Nr. 354 (Hochstift Augsburg Urk. Nr. 6x) besch. auf Leinwand aufgezogen. - Ph. E. Spieß, Aufklärungen in der Geschichte und Diplomatik, als eine Fortsetzung der archivalischen Nebenarbeiten (Bayreuth 1791) 221 Nr. 6; MG DD 5, 47 f Nr. 37; MB 29 I, 69 Nr. 354; Braun, Gesch. 1, 369 Anm. k (Auszug). - Böhmer, RI Nr. 1468; Stumpf, Reichskanzler Nr. 2173; Vock, Hochstift Augsburg Nr. 7.

Kommentar

Das Diplom wurde in Anlehnung an die verlorene Urkunde Ottos II. verfaßt (s. Nr. 184); vgl. Steindorff, Jb. Heinrichs III. 1, 83. Über Schierstein (1295 als Pfarrei erwähnt) vgl. G. Kleinfeldt - H. Weirich, Die mittelalterliche Kirchenorganisation im oberhessisch-nassauischen Raum (Schriften des Instituts für geschichtliche Landeskunde von Hessen und Nassau 16, 1937) 80; Hdb. d. hist. Stätten Deutschlands, 4. Hessen (1960) 370.

 

Nachtrag:

 

Abschrift (16. Jh.) HStA München, Hochstift Augsburg Lit., Münchener Bestand Nr. 462 VII, fol. 204 f.

 

Regest übernommen aus: Die Regesten der Bischöfe und des Domkapitels von Augsburg, bearbeitet von Wilhelm Volkert (Veröffentlichungen der Schwäbischen Forschungsgemeinschaft, Reihe 2b), Augsburg 1985, S. 156f.

Nachträge

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Empfohlene Zitierweise

RIplus Regg. B Augsburg 1 n. 272, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/b989a93e-9db4-4fa7-96de-c78a13f8670f
(Abgerufen am 19.09.2019).

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