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RIplus | SFG: Bischöfe und Domkapitel von Augsburg - Bd. 1: Wikterp - Walther I. von Dillingen (769-1152)

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Dignitäre des Domstifts unter Bischof Bruno

Kommentar

Domdekan. Dietrich. In der Übergabe der großen Schenkung Bischof Brunos an das Domkapital durch Udalschalk von Elsendorf im Jahr 1029 wird als Empfänger der Dekan Dietrich genannt (s. Nr. 263). Sicher handelt es sich dabei um den Domdekan, wenn auch weitere Nachrichten über ihn fehlen. Auch über die anderen Dignitäre sind Angaben nicht bekannt.

Aus den Reihen der Augsburger Domkanoniker ging Bischof Gebehard II. von Regensburg hervor (1023 bis 1036); über ihn vgl. Nr. 246; Janner 1, 466 ff. - Daß Erzbischof Aribo von Mainz (1021-1031) vor seiner Erhebung auf den Mainzer Stuhl Angehöriger des Augsburger Domkapitels gewesen sei, wie die ältere Geschichtsschreibung annahm (Khamm 1, 576; 2, 141; auch noch Hämmerle, Domkanoniker 6 Nr. 24 b), trifft nicht zu. Über Aribo ist L. Sträter, Aribo, Erzbischof von Mainz (1953) und die in NDB 1, 351 genannte Literatur zu vergleichen.

 

Nachtrag:

 

Das wohl der Augsburger Domkirche zugehörige Kalendarium der Zeit um 1010 bis 1030 enthält zum 14. November (18. kal. dec.) die Commemoratio fratrum defunctorum; es ist in der Handschrift der Fürstlich Fürstenbergischen Bibliothek Donaueschingen (Cod. 193; vgl. Beschreibung von Schröder, in: AHAug 1, 363-372; über das Kalendar auch ebd. 248-252, 309) enthalten, welche 1982 die Bayer. Staatsbibliothek erwarb (Clm 30040). Ausführliche Beschreibung der illuminierten Handschrift: Catalogue of 20 western illuminated Manuscripts from the fifth to the fifteenth century from the library at Donaueschingen, Auction by Sotheby Parke Bernet & Co. 1982, 43-52. Außer der Commemoratio fratrum (wohl Domkanoniker) ist zum 28. September (4. kal. oct.) die Dedicatio matricis ecclesiae eingetragen (Schröder, in: AHAug 1, 302); über das hier erstmals genannte Datum der Domkirchweihe vgl. Schröder, in: AHAug 6, 233 ff. Dieses erscheint außerdem in dem zu 1050 zu setzenden Kalendar in einer Augsburger Handschrift des Britischen Museums, Ms. Harley 2908 und in dem um 1120 entstandenen Kalendar des Clm 2 (Schröder, in: AHAug 1, 302). Zur Domweihe vgl. auch Nr. 312.

Zu Erzbischof Aribo von Mainz vgl. auch G. Diepolder, Die Herkunft der Aribonen, in: ZBLG 27 (1964) 77; Störmer, Früher Adel 249 f.

Möglicherweise wurde in der Zeit kurz nach 1020 in der Augsburger Domschule Hermann der Lahme, seit 1030 Mönch im Kloster Reichenau, ausgebildet; vgl. Wattenbach-Holtzmann 233; J. Handschin, Hermannus Contractus-Legenden- nur Legenden? in: Zeitschrift für deutsches Altertum und deutsche Literatur 72 (1935) 1-8. Es ist möglich, daß der als Astronom bekannte „Ascelinus Teutonicus civis Augustae civitatis“ dort sein Lehrer war, der dann als Domscholaster anzunehmen wäre; vgl. K. F. Werner, Zur Überlieferung der Briefe Gerberts von Aurillac, in: DA 17 (1961) 109-112; Hörberg 216-224.

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Empfohlene Zitierweise

RIplus Regg. B Augsburg 1 n. 218, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/b8a34bdc-13b8-4182-8d25-b91df3edb809
(Abgerufen am 23.06.2018).

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