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RIplus | SFG: Bischöfe und Domkapitel von Augsburg - Bd. 1: Wikterp - Walther I. von Dillingen (769-1152)

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König Heinrich II. kommt von Regensburg nach Augsburg; er wird von Bischof Siegfried ehrenvoll aufgenommen. Die Aufgebote der Lothringer, Franken und Schwaben vereinigen sich dort mit ihm. Nach zwei Nächten zieht er weiter nach Tinga (Thonga) [Etting, Lkr. Weilheim?]. Die Königin [Kunigunde] entläßt er in Begleitung des Erzbischofs Tagino [von Magdeburg] von Augsburg aus nach Sachsen; diese warten vor ihrem Aufbruch die Ankunft Bischof Thietmars von Merseburg ab.

Überlieferung/Literatur

Thietmari Merseburgensis episcopi chronicon VI, cap. 3 (11. Jh.) MG SS rer. Germ. n. s. 9, 276-279; Trillmich 244 ff; Adelboldi vita Heinrici II. imperatoris cap. 32 (11. Jh.) MG SS 4, 691; Annalista Saxo (12. Jh.) MG SS 6, 653. - Vgl. Hirsch, Jb. Heinrichs II. 1, 301 f.

Kommentar

Der König hatte am 21. März in Regensburg seinem Schwager Heinrich von Luxemburg das Herzogtum Baiern übertragen (Thietmar und Annalista Saxo: 12. kl. aprilis; Adelbold: in festivitate s. Benedicti). Gleich anschließend war er nach Augsburg aufgebrochen. - Die Ortsangabe Tinga (Thonga) bei Thietmar lösen Hirsch, a. a. O. und Schröder, BA 7, 502 mit Ober- bzw. Unterthingau (Lkr. Marktoberdorf) auf; Steinberger tritt aus namenkundlichen Gründen für Etting (Lkr. Weilheim) ein (ONB Lkr. Marktoberdorf 71 Anm. 4 zu Nr. 671). Damit ergibt sich die Reiseroute Heinrichs II. auf dem Italienzug über den Scharnitzsattel im Gegensatz zur älteren Forschung, die den Fernpaß als Marschrichtung annahm.

 

Nachtrag:

 

Vgl. RI 2, 899 Nr. 1559 b; ebd. Nr. 1559 c lokalisiert die Ortsangabe auf Ober- und Unterthingau.

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Empfohlene Zitierweise

RIplus Regg. B Augsburg 1 n. 215, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/b84c20f6-53a8-4139-96a8-4ff8447183d0
(Abgerufen am 24.10.2018).

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