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RIplus | SFG: Bischöfe und Domkapitel von Augsburg - Bd. 1: Wikterp - Walther I. von Dillingen (769-1152)

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Die beim Tod Kaiser Ottos III. anwesenden Deutschen (cisalpini) geistlichen und weltlichen Standes (s. Nr. 211) geleiten unter Führung des Erzbischofs Heribert von Köln in gefahrvollem Zug den Leichnam des Kaisers durch das aufständische Oberitalien, erreichen in den letzten Januartagen (turba ... VII dies continue perpessa est) Verona (ad Bernam) und treffen nach Überschreitung der Alpen in Polling (ad Pollingun) [Lkr. Weilheim] auf Herzog Heinrich [IV. von Baiern] und die baierischen Bischöfe.

Überlieferung/Literatur

Thietmari Merseburgensis episcopi chronicon IV, cap. 50 (31) (11. Jh.) MG SS rer. Germ. n. s. 9, 188 f; Trillmich 166; Adelboldi vita Heinrici II. imperatoris cap. 3(11. Jh.) MG SS 4, 684. - RI 2, 829 f Nr. 1450/IV b-f; weitere Quellen s. bei Uhlirz, Jb. Ottos III. 592 f; vgl. Ladewig-Müller 1, 53 Nr. 409; Oediger 1, 177 Nr. 594.

Kommentar

Beste Quelle für den gefahrvollen Zug durch Oberitalien, wo sich bereits am 15. Februar Arduin von Ivrea in Pavia zum König des italienischen Reiches erheben ließ, ist Bischof Thietmars Chronik; die Namen der Teilnehmer des Zuges nennt Adelbold von Utrecht in der Lebensbeschreibung Heinrichs II. Vgl. L. M. Hartmann, Gesch. Italiens 4 I, 151 f; Uhlirz, Jb. Ottos III. 394; Hirsch, Jb. Heinrichs II. 1, 194; Holtzmann, Kaiserzeit 379, 384. Der Tag der Ankunft in Polling ist nicht bekannt.

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Empfohlene Zitierweise

RIplus Regg. B Augsburg 1 n. 212, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/b82f2f43-954c-471c-abd9-879f57f602b2
(Abgerufen am 22.09.2018).

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