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RIplus | SFG: Bischöfe und Domkapitel von Augsburg - Bd. 1: Wikterp - Walther I. von Dillingen (769-1152)

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Kaiser Otto I. nimmt auf Intervention Herzog Heinrichs von Baiern, seines Bruders, während einer Synode das Kloster St. Emmeram in Regensburg entsprechend den Verleihungen Karls d. Gr., Ludwigs d. Fr., Ludwigs d. D. und Arnolfs in kaiserlichen und päpstlichen Schutz und erhöht den an den Papst zu leistenden Zins. - Anwesend: Papst Johann [XIII.] und 117 Bischöfe, darunter der von Augsburg (Augustensis).

Überlieferung/Literatur

Fälschung (11. Jh.). MG DD 1, 619 ff Nr. 457 (nach einem Chartular des 11. Jh. HStA München). - RI 2 Nr. 539.

Kommentar

Es handelt sich hier um eine Fälschung, die wohl von Otloh von St. Emmeram in der Mitte des 11. Jh. angefertigt wurde (R. Budde, AUF 5, 184 f). Das Schriftstück ist undatiert. Der als Intervenient genannte Herzog Heinrich von Baiern starb 955, erst seit 962 führte Otto I. den Kaisertitel. Mit dem genannten Papst wird der Fälscher Johann XIII. (965-972), mit dem Aufenthalt Ottos I. in Rom den von 972 gemeint haben. Die angeblich anwesenden 117 Bischöfe sind mit Ausnahme des Bischofs Michael von Regensburg (942-972) nicht mit Namen, sondern nur mit ihren Sitzen bezeichnet. Die Quelle dieser Bischofsliste ist unbekannt, wohl lag dem Fälscher ein Provinciale vor (RI 2 Nr. 539; vgl. auch Janner 1, 344 f; über Otloh vgl. auch Wattenbach-Holtzmann 1, 270 ff; W. Stammler, Verf.-Lex. 3 [1943] 658 ff).

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Empfohlene Zitierweise

RIplus Regg. B Augsburg 1 n. †148, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/b5f97d37-891b-4770-9537-ba42548b786c
(Abgerufen am 23.06.2018).

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