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RIplus | SFG: Bischöfe und Domkapitel von Augsburg - Bd. 1: Wikterp - Walther I. von Dillingen (769-1152)

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Bischof Heinrich wird von Herzog Otto [von Schwaben und Baiern] in höherem Maße als seine Vorgänger zu Dienstleistungen aus dem Hochstiftsgut (de rebus s. Mariae) herangezogen, obgleich beide äußerlich ausgesöhnt sind. Deswegen und weil einige Ritter (quidam milites) [Augsburger] Kirchenlehen gegen den Willen des Bischofs innehaben, lebt Bischof Heinrich stets in großer Bedrängnis und Angst.

Überlieferung/Literatur

Vita Udalrici cap. 28 (10. Jh.) MG SS 4, 418.

Kommentar

Im Juli 976 erhielt Otto von Schwaben, der Sohn Liudolfs, das Herzog Heinrich II., dem Verwandten Bischof Heinrichs, abgesprochene Herzogtum Baiern unter Abtrennung von Kärnten mit den italienischen Marken (RI 2, 318 Nr. 717 b; Riezler 21 I, 559 f). Im Aufstand der „drei Heinriche“ des Sommers 977 stand Herzog Otto auf seiten des Kaisers (vgl. Nr. 166). Zu 978 berichtet die Vita Udalrici von der Intervention Herzog Ottos für Heinrich (s. Nr. 168). Wahrscheinlich trifft erst seitdem zu, daß die beiden nach außenhin versöhnt erscheinen (exterius pacificati essent). Seit 973 bestand die Abneigung zwischen Bischof Heinrich und Herzog Otto, der in diesem Jahr nach dem Tode Purchards II. vom Kaiser das Herzogtum Schwaben sehr zum Mißfallen von Purchards Familie erhalten hatte. Heinrich war aber noch mit Purchards Hilfe in undurchsichtigen Machenschaften auf den Augsburger Bischofsstuhl gekommen (s. Nr. 162).

 

Nachtrag:

 

Zur Dienstleistung, welche Herzog Otto forderte, vlg. Metz, in: Archiv für Diplomatik, Schriftgeschichte, Siegel- und Wappenkunde 24, 249.

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Empfohlene Zitierweise

RIplus Regg. B Augsburg 1 n. 165, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/b19e17dc-5bfe-41e1-9e3a-f3246d11fdc1
(Abgerufen am 20.09.2018).

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