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RIplus | SFG: Bischöfe und Domkapitel von Augsburg - Bd. 1: Wikterp - Walther I. von Dillingen (769-1152)

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König Heinrich IV. schenkt zur Erfüllung eines dem hl. Udalrich abgelegten Gelübdes dem Kloster St. Ulrich und Afra zu Augsburg (sancto igitur Augustensi presuli Odalrico ad ecclesiam, in qua corpus eius et sancte Afre martyris requiescit) zwei Hufen zu Ingelenheim [Ingelheim, Lkr. Bingen] im Nahegau in der Grafschaft des Emicho zur Feier von Jahrtagsmessen seiner Eltern. - 1064, ind. 13., 2. id. iun., actum Mogontie.

Überlieferung/Literatur

MG DD 6, 350 f Nr. 274 (nach Abschrift 12.|13. Jh. im HStA München); MB 22, 8 Nr. 3; MB 31 I, 356 Nr. 186. - Stumpf, Reichskanzler 2, 231 Nr. 2778.

Kommentar

Die Bedenken gegen die Echtheit der Urkunde, die die ältere Forschung (vgl. Hirsch, Jb. Heinrichs II. 2, 259 Anm. 3) hegte, sind ausgeräumt (Meyer v. Knonau, Jb. Heinrichs IV. u. Heinrichs V. 2, 400 Anm. 130; MG DD-Ausgabe). Die Überlieferung im Traditionsbuch des Klosters bedarf jedoch noch genauerer Untersuchung wie dieser ganze Band selbst. Bei der Bindung des Klosters an den Bischof zur Zeit Embrikos wäre dessen Intervention zugunsten des Klosters zu erwarten, zumal der Bischof im engen Einvernehmen mit dem König stand. Vgl. dazu Nr. 310, 317 und Endrös, Reichsunmittelbarkeit 29. - Zur Udalrich- und Afra-Verehrung s. auch Nr. 159, 187, 270, 311, 342, 467.

 

Nachtrag:

 

Zur Schenkung des Besitzes in Ingelheim vgl. auch Volkert, UuA 110 f Nr. 29 und HAB Schwaben II 2, 34, 505 f; dort wird auf die Mitteilung von Wittwer (15. Jh; ABtmAug 3, 84) hingewiesen, wonach die Mutter Bischof Embrikos u. a. zwei Hufen in Ingelheim dem Kloster geschenkt haben soll.

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Empfohlene Zitierweise

RIplus Regg. B Augsburg 1 n. 326, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/adfd17ff-653f-4261-8238-510f1c7b4c8f
(Abgerufen am 20.10.2018).

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