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RIplus | SFG: Bischöfe und Domkapitel von Augsburg - Bd. 1: Wikterp - Walther I. von Dillingen (769-1152)

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Folgt auf Bischof Udalmann.

Kommentar

Die Bischofslisten (MG SS 13, 279, 334; 14, 558; 15 II, 1308) nennen als Nachfolger Udalmanns Witgar, nach diesem erst Lanto (vgl. Nr. 1). Weil jedoch die Synoden von 847 und 852 (Nr. 35 und 36) ebenso wie die Nachrichten über Witgar (Nr. 38-50) feste Anhaltspunkte für die Chronologie gewähren, sind die sonst zuverlässigen Listen richtigzustellen. Die Translatio sancti Magni berichtet von der Einsetzung Lantos durch König Ludwig d. D. (MG SS 4, 425); daraus leitet Bigelmair ab, daß Lanto erst nach 843 Bischof wurde, da in diesem Jahr Ludwig d. D. im Vertrag von Verdun Alamannien erhalten habe (Bigelmair, Lebensbilder 2, 27; vgl. aber auch Zatschek, Ludwig d. D. 35). Demgegenüber ist indes festzustellen, daß Ludwig d. D. bereits 833 die Herrschaft über Alamannien beanspruchte und auch bis zum Jahr 840 ausübte (vgl. RI 21 Nr. 1352a, 1353, 1356, 1357, 1359, 1364, 1365; Kehr, Kanzlei Ludwigs d. D. 8). So ergibt sich 833 als das frühest mögliche Jahr von Lantos Regierungsantritt.

Lantos Name findet sich auch im Verbrüderungsbuch von Reichenau (MG Libri Confr. 230 Sp. 255, 28; in der Anm. ist die Regierungszeit irrig mit 851-858 angegeben). - Zoepfl, Bisch. 52.

 

Nachtrag:

 

Über das Reichenauer Verbrüderungsbuch, in dem Bischof Lanto unter den Augsburger [Dom-]Kanonikern (Nomina fratrum canonicorum de Augusburuc) aufgeführt ist, ist jetzt die Ausgabe in MG Libri memoriales et necrologia n. s. 1, 65 (B. C) zu vergleichen. Vgl. dazu auch Schieffer, Domkapitel 168, 171.

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Empfohlene Zitierweise

RIplus Regg. B Augsburg 1 n. 33, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/ab606505-fcc4-4bd9-8205-d1cc3bf7441c
(Abgerufen am 20.02.2018).

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