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RIplus | SFG: Bischöfe und Domkapitel von Augsburg - Bd. 1: Wikterp - Walther I. von Dillingen (769-1152)

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Kaiser Konrad II. bestätigt seinem Getreuen Manigold auf Intervention der Kaiserin Gisela und seines Sohnes Heinrich den dessen Vater Aribo von Kaiser Otto III. verliehenen Wochenmarkt samt Münz- und Zollrecht in Uueride [Donauwörth] im Riesgau in der Grafschaft des Friedrich und gewährt weiter einen jeweils vom 1. bis 3. Mai zu haltenden Jahrmarkt. Verletzer des Marktfriedens verfallen der gleichen Bannbuße wie in Regensburg und Augsburg (si illud merkatum Radispone aut Auguste inquietaret). - 16. kal. febr.

Überlieferung/Literatur

MG DD 4, 195 Nr. 144 (nach Or. im StadtA Donauwörth). - RI 3, 76 Nr. 150.

Kommentar

Dies ist die früheste Erwähnung des Marktrechtes von Augsburg; daraus kann die wohl in die Zeit der Ottonen fallende Verleihung des Marktprivilegs an den Bischof von Augsburg erschlossen werden (vgl. hierzu Zorn, Augsburg 63). Das Diplom Ottos III. für Aribo von Donauwörth ist nicht erhalten (s. Nr. 207). Aus den Jahren 1000 und 1001 sind drei Diplome Ottos III. erhalten, die formularmäßige Entsprechungen zu dem Konrads II. für Manigold haben: 1000 April 30 Marktverleihung für Abt Hadulf von Helmarshausen; Vorbild bei der Bannbuße: Mainz, Köln, Dortmund (MG DD 2, 786 Nr. 357); [1000] Marktverleihung in Wasserbillig für Abt Aftrad von St. Maximin; Vorbild der Bannbuße: Mainz, Köln, Trier (ebd. 793 f Nr. 364); 1001 April 21 Marktverleihung in Cateau-Cambresis für Bischof Erlewin von Cambrai; Vorbild der Bannbuße: Cambrai (ebd. 832 Nr. 399). Die Diplome Ottos II. über Marktverleihungen kennen diese Formulierung nicht. Vielleicht kann die Verleihung des Marktrechts für Augsburg zeitlich in die Nähe der Münzrechtsverleihung gesetzt werden (vgl. Nr. 126). - Über Donauwörth s. Steichele, BA 3, 692 ff; Zelzer, Donauwörth 1, 18; s. auch Breßlau, Jb. Konrads II. 1, 285. Über die Münzstätte vgl. Steinhilber 48.

 

Nachtrag:

 

Regest: 700 Jahre Augsburger Stadtrecht 24 f Nr. 3. - Zum Verwandtschaftskreis des Empfängers dieses Diploms vgl. auch Klebel, in: Vorträge und Forschungen 1, 219, sowie oben Nr. 263 (S. 152). Bühler, in: JbhV Dillingen 71, Tafel III stellt die Verbindung der Herren von Wörth mit dem Familienkreis des Bischofs Udalrich her. Störmer, Früher Adel 295 ff weist auf die Beziehungen der Familie zu den Aribonen hin. Zu Donauwörth vgl. auch Nr. 280 (S. 164).

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Empfohlene Zitierweise

RIplus Regg. B Augsburg 1 n. 267, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/a322c58d-677d-410d-b26e-db6d5aa56ede
(Abgerufen am 18.06.2018).

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