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RIplus | Erzbischöfe von Mainz - Abt. 1, Bd. 2 (1328-1353)

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Cone v. Falkenstein (Valkin-), Dompropst u. Vorm. d. Mainzer Stifts, verbündet sich „umme des stiftis zu Mencze, des landes noit u. gemeine bestez“ mit Erzbischof Baldewin v. Trier. Als „zil des virbuntnisses“ haben sie „begriffin“ 10 Meilen von Heimbach (Heym-) umb u. um in beyde stifte Tr. u. M. u. ubir allez daz, daz da enbinnen gelegen ist“. Das Bündnis soll bis zum 29. April 1354 dauern, falls Cuno nicht vorher das Mainzer Stift „läßt“. In dem gen. Gebiet werden beide jeden, der nicht ihr offener Feind ist, schützen. Ebenso werden sie dem Erzbischof v. Trier helfen zu tagelichem urleuge mit 30 „huben wohl geriden u. erzugit mit 1 baner“. M. Amtleute, die Trier nicht sogleich auf Verlangen beistehen, werden abgesetzt. Zum Austragen etwaiger Streitigkeiten wird ein Schiedsgericht eingesetzt mit Ritter Lambrecht v. Schönberg (Schonen-) als Drittmann, das zu Bingen (Byngin) oder Wesel (-e) zusammentritt. Cuno nimmt aus: 1./2. „unsirn heilgen vattir den babist in geistlichen u. unsirn herren den romeschen Konig in werntlichen Sachen“; „wo der selbir zu velde ligit, dan so mochtin wir yme helfen“; 3. alle Untertanen des Erzstiftes, soweit sie sich den Entscheidungen des Schiedsgerichts unterwerfen; 4. Rupperecht d. Ä. u. d. J. v. d. Pfalz; 5. die Grafen Walraben zu Sponheim (Span-) u. Henrich v. Veldenz (-cze); 6. alle, mit denen er schon verbündet ist. Siegler: Cuno u. die M. Amtleute: Johann v. Waldeck (-deke), Vitztum im Rheingau; Joh. Mertz1, Burggraf zu Olm (-men); Antilmann v. Grasewege, Burggraf zu Böckelheim (Bekeln-), Ritter (-e), u. Schollen, Schultheiß zu Algesheim (-gens-)2, die sich damit auf die gen. Abmachungen verpflichten.

Originaldatierung:
Geg. zu Heimbach 1351 uff den nehesten fritag vor sant Walpurge tage der heilgin iuncfrauwen.

Überlieferung/Literatur

Or.: Koblenz 1 A. S. 1, 3, 5 abgef., 2, 4 hängen (Leg. von 4: S. Antonii militis de Grasewege). – Gedr. (z. T.): Günther, Cod. dipl. 3, 563 nr. 381. – Reg.: Roth, Fontes I, 1 S. 517 nr. 113. – Vgl. Reg. 5781 z. 20. Aug. 1349; ferner Günther l. c. 564 nr. 382 [Bündnis auf 3 Jahre des Joh. Herrn zu Hadamar, der Brüder Adolf u. Joh. u. des Heinrich, alle 4 Grafen v. Nassau, mit Erzbischof Baldewin v. 3. Mai 1351].

Anmerkungen

  1. 1S. Pfalzgrafenreg. 1, 178 nr. 2956 (zu 1356): Joh. Mertz.
  2. 2S. Reg. 5676 z. 6. Juli 1348: Hertwin gen. Scholle.

Nachträge

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Empfohlene Zitierweise

RIplus Regg. EB Mainz 1,2 n. 5894, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/fd08db6c-8524-4ede-bf7b-2e995d27fa85
(Abgerufen am 19.12.2018).

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