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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Papst Benedikt (VIII.) bringt dem Bischof Stephan (IV.) von Clermont-Ferrand (Stephano Arvernorum religiosissimo episcopo) in Erinnerung, daß das Kloster Cluny (Cluniacum monasterium) (D. Mâcon) von seinem Begründer (Herzog Wilhelm I. von Aquitanien) dem Schutze der römischen Kirche (Cluniacum monasterium sanctę Romanę ecclesie a fundatore eiusdem eo defendendum contra insatiabilem cupiditatem secularium esse commissum) kommendiert wurde, ermahnt daher den Bischof, als Helfer des Papstes diese Schutzpflicht auszuüben und gegen Räuber der Klostergüter mit der Exkommunikation vorzugehen, besonders mögen die Brüder Tetard und Girbert, die Söhne eines gewissen Stephan, die ein dem Kloster von Erzbischof Amblard (von Lyon) hinterlassenes Allod (alodem, quem Amblardus archiepiscopus reliquit sancto Petro) widerrechtlich in Besitz genommen haben, bis zur Restitution dieses Gutes exkommuniziert werden. ‒ Vobis bene notum est ...

Überlieferung/Literatur

Org.: Kop.: um 1100, Paris Bibl. nat.: Ms. lat. nouv. acq. 2262 p. 19. Drucke: Bull. Cluniacense 7; Chaix de Lavarene, Mon. pont. Arverniae 21; Migne, PL. 139, 1628; Zimmermann, PUU. 1030 n. 543. Reg.: J. 3083; Bernard-Bruel, Recueil III 713 n. 2684; JL. 4048. Lit.: Ringholz, Odilo 27 f.; Smith, Hist. of Cluny 150 u. 158; Letonnelier, L'abbaye exempte 68 u. 110; Côte, Odilon 67; Hourlier, Odilon 82.

Kommentar

Die Gründungsurkunde Clunys vgl. bei Wollasch, Cluny 9. Die erwähnte Schenkung Amblards erfolgte 978; vgl. Bernard-Bruel II 503. Empfänger des undatierten päpstlichen Mandates war laut Hourlier der seit 1016 (vgl. A. Bossuat in DHGE. XII, 1953, 1456) regierende Bischof Stephan IV. von Clermont. Da in n. 1167 noch nicht von den Usurpationen der Brüder die Rede ist, muß auf einen späteren Termin datiert werden. Vielleicht hat Abt Odilo das Mandat während seiner Reise nach Italien und Montecassino im Jahre 1023 (vgl. Hourlier 86 f.) vom Papste erbeten. Über eine Erledigung der Angelegenheit ist nichts bekannt.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 1261, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1023-00-00_4_0_2_5_0_1322_1261
(Abgerufen am 24.05.2017).