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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Papst Benedikt (VIII.) kommt mit Kaiser Heinrich nach Montecassino und präsidiert gemeinsam mit dem Kaiser einem Klosterkapitel, das den vom Kaiser vorgeschlagenen Propst Theobald von San Liberatore an der Lenta in der Grafschaft Chieti zum Abt von Montecassino wählt, wozu auch der Papst seine Zustimmung erteilt.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Leo v. Ostia, Chr. II 42 (MGSS. XXXIV 246 f.). Reg.: JL. I p. 512; Böhmer-Graff n. 2021 b. Lit.: Hirsch, Jahrbücher III 206; Wappler, Papst Benedikt 68; Fabiani, La terra di S. Benedetto 68; Hoffmann, Abtslisten 306.

Kommentar

Die Neuwahl in Montecassino war nötig geworden, da der Abt Atenulf II. beim Herannahen des kaiserlichen Heeres geflohen und auf der Flucht Ende März 1022 umgekommen war. Ein Teil der Mönche hatte Abt Johannes II., der bereits 996‒997 Montecassino geleitet hatte, zur Wiederwahl vorgeschlagen, doch wurde dieser wegen seines Alters vom Kaiser abgelehnt. Die Wahl Theobalds erfolgte am 28. Juni 1022, dem Tag vor seiner Weihe (vgl. n. 1244). Vgl. zum Montecassineser Aufenthalt von Kaiser und Papst auch Bloch, Montecassino 173 ff. und Swinarski, Herrschen mit Heiligen 445 n. 183.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 1241, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1022-06-00_1_0_2_5_0_1302_1241
(Abgerufen am 11.12.2017).