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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Papst Benedikt (VIII.) bestätigt den Bewohnern von Massa Fiscaglia und der Pfarre San Vitale (omnibus hominibus .... qui sunt in massa Fiscalia et plebe sancti Vitalis) (D. Cervia) auf ihre Bitten und gemäß altem Gewohnheitsrecht ihre Besitzungen samt allen Pertinenzen in angegebenen Grenzen und den dortigen Einkünften mit dem Recht, intestierten und erbenlosen Nachlaß unter sich zu verteilen, und mit den Verpflichtungen, einmal im Jahr einen päpstlichen Gesandten zu einem dreitägigen Gericht aufzunehmen, in jeder Indiktion an die römische Kirche einen Zins von einem Paar Ochsen oder zwanzig Solidi nach jeweiligem Kurs zu bezahlen und jeweils zu Weihnachten sechzig Schweinskeulen zu liefern. Der Papst bedroht Rechtsverletzung mit dem Anathem sowie mit einer zur Hälfte nach Rom, zur Hälfte an die Privilegierten zu bezahlenden Strafsumme von hundert Goldpfund. ‒ Quotiens illa a nobis ...

Überlieferung/Literatur

Insert: Urk. Honorius' III. v. 1220 VIII. 14 (Potthast, Reg. n. 6330). Drucke: A. Theiner, Cod. dipl. dominii temporalis s. sedis, I (Rom 1861) 9; Zimmermann, PUU. 1025 n. 540. Reg.: J. 3082; JL. 4046; IP V 115 n. 1; Santifaller, LD. 327. Lit.: Kölmel, Kirchenstaat 73; Kortüm, UrkSprache 215 f.

Kommentar

Zur handschriftlichen Überlieferung der nur als Insert erhaltenen Urkunde, die Theiner irrig dem Papst Benedikt X. und dem Jahre 1059 zuschreibt, vgl. IP. V 115 n. 1. Die Datierung Theiners kann schon deswegen nicht stimmen, da die Urkunde laut einer im Kontext stehenden Bemerkung in einem sechsten Indiktionsjahr ausgestellt worden sein soll. Diese Bemerkung ist der einzige Anhalt für die zeitliche Ansetzung in die Jahre 1022/23, da das Eschatokoll der Urkunde Benedikts nicht in das Privileg Honorius' III. übernommen wurde. In den Pontifikat Benedikts VIII. hat bereits der Ersteditor Zaccagni, Dissertatio hist., App. 6, das Privileg verwiesen. Als Empfänger des Privilegs werden eingangs folgende Einwohner der Massa namentlich genannt: die Presbyter Dominik, Paulus, Johannes, Stephan, Paulus und Johannes de Alberico, der Diakon Amatus, der Kleriker Petrus Martini, der Tabellio Paulus, der Richter Ingilbert sowie Martin, Arduin, Stephan de Alberico, Vitalis Matrarius, Martin de Constantino, Leo de Gemina, Roffrid, Martin, Valtul, Johannes Stromann, Petrus Spotta, Johannes de Andrea, Leo de Peregrino, Petrus de Capralia, Petrus Grossus, Desiderius, Martin de Petro Albo, Julian, Paulus de Vitali, Johannes Zinisio Paulo, Ursus de Barbato, Petrus de Berozo de Christiana, Johannes de Leuntia, Johannes de Bruccardo, Martin de Capella, Paulus de Venatia, Gregor de Dominico und Johannes Grammaticus. Zur Zinspflicht vgl. Pfaff, Lib. censuum 106 n. 203.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 1251, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1022-00-00_2_0_2_5_0_1312_1251
(Abgerufen am 20.01.2017).