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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Papst Benedikt (VIII.) überträgt und bestätigt der Äbtissin Kunigunde (Cůnigunde venerabili abbatissę) und ihren Nachfolgerinnen wunschgemäß sowie auf Bitten und Intervention des Kaisers (Heinrich) und des (Salzburger Archi)diakons Aribo das von (dessen Eltern) Aribo und Adala begründete, vom Intervenienten Aribo selbst vollendete und dem Kaiser H(einrich) tradierte Kloster Göß bei Leoben (in der Steiermark) (monasterium in honore sancte Marię et sancti Andreę situm in loco, qui vocatur Gossia in comitatu Liubana) samt allen Pertinenzen gegen einen Zins von einem Goldsolidus an die römische Kirche. ‒ Convenit apostolico moderamini ... Scr. pm. Stephani scrin. RE. in men. Apr., ind. III.

Überlieferung/Literatur

Org.: Kop.: 1) 12. Jh., Wien Nat.Bibl.: Cod. 398 fol. 35v. 2) 12. Jh., Zwettl, Stiftsbibl.: Cod. 283 p. 150. Drucke: Eccard, Corpus hist. II 84; Mansi, Coll. XIX 330; Migne, PL. 139, 1623; Jaffé, Bibl. V 31; Zahn, UB. Steiermark I 717; Zimmermann, PUU. 1002 n. 527. Reg.: J. 3074; JL. 4028; GP. I 96 n. 1; Santifaller, LD. 326; Santifaller, Elenco 336. Lit.: J. Wichner, Geschichte des Nonnenklosters Göß (Stud. u. Mitt. 13/1892, 165); Wappler, Papst Benedikt 59; Lerche, Privilegierung 168, 198 u. 208; K. H. Dumrath, Das Benediktinerinnenkloster Göß, seine Stellung zu Kaiser und Papst (MÖIG. Erg. Bd. 14/1939, 83‒87); Appelt, Diplom Heinrichs II. für Göß 18 f.; Bracher, Beiträge 41 u. 49; Appelt, Geschichte des Stiftes Göß 26; Fichtenau, Urkundenwesen 155; Kortüm, UrkSprache 300.

Kommentar

Das in den zitierten Handschriften des Cod. Udalrici überlieferte Papstprivileg, dessen Ausstellung wohl noch vor dem Aufenthalt des Papstes in Fulda in Bamberg erfolgte und das durch ein in Fulda datiertes Kaiserdiplom (n. 1225) ergänzt wurde, brachte dem Kloster, wie sich aus der Verpflichtung zur Zinszahlung (vgl. dazu auch Pfaff, Lib. censuum 228 n. 439) ergibt, die Aufnahme in den Papstschutz, ohne daß dies ausdrücklich erwähnt wird. Vgl. dazu und zur kaiserlichen Schutzherrschaft auch Semmler in ZRG. KA. 45/1959, 19 f. Der als Intervenient genannte Diakon Aribo war der spätere Mainzer Erzbischof; vgl. über ihn L. Sträter, Aribo Erzbischof von Mainz (1953). Die Äbtissin Kunigunde ist dessen Schwester.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 1222, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1020-04-00_4_0_2_5_0_1280_1222
(Abgerufen am 26.03.2017).