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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Papst Benedikt (VIII.) gelangt auf seiner Reise nach Bamberg auf deutschen Boden und durchzieht dann verschiedene deutsche Städte (in proximo Aprili Alamanniam intravit omnibusque civitatibus illius regionis peragratis ...).

Überlieferung/Literatur

Erw.: Adalbert v. Bamberg, Vita Heinrici 25 (MGSS. IV 807). Reg.: JL. I p. 510. Lit.: Herrmann, Tuskulanerpapsttum 32.

Kommentar

Wie sich aus n. 1218 ergibt, betrat der wohl aus Verona kommende (vgl. n. 1208) Papst vermutlich in Südtirol deutschen Boden. Die Weiterreise dürfte über Augsburg auf der unter Heinrich II. bevorzugten Königsstraße (vgl. H. J. Rieckenberg, Königsstraße und Königsgut in liudolfingischer und frühsalischer Zeit, AUF. 17/1942, 88 f.) erfolgt sein. Nach dem Sprachgebrauch Adalberts, der im selben Kapitel im Zusammenhang mit der Einladung Benedikts VIII. durch den Kaiser nach Bamberg (n. 1139) diese Stadt als einen Ort in Alemannien bezeichnet, ist mit Alamannia nicht das schwäbische Stammesgebiet, sondern Deutschland gemeint. Da der Papst schon am 14. Apr. in Bamberg ankam (vgl. n. 1210), muß bei Annahme der vollen Richtigkeit der Zeitangabe Adalberts ein ziemlich rasches, aber nicht unmögliches (vgl. F. Ludwig, Untersuchungen über die Reise- und Marschgeschwindigkeiten, 1897, 180 u. R. Elze in: Francia. Beiheft 9/1980, 3 ff.) Tempo der Papstreise von Südtirol nach Bamberg in den ersten 14 Tagen des Apr. 1020 erschlossen werden.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 1209, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1020-03-00_1_0_2_5_0_1266_1209
(Abgerufen am 22.07.2017).