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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Papst Benedikt (VIII.) exkommuniziert den Bischof Harduin (von Noyon) wegen vieler Vergehen.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Gesta ep. Cameracensium III 24 (MGSS. VII 473). Reg.:Lit.:

Kommentar

Laut den Gesta soll Bischof Adalbero von Laon Harduin beschuldigt und sich dabei auf in seinem Besitz befindliche Papstschreiben berufen haben (litteras ex nomine domni apostolici falso signatas in medio publicavit, in quibus Harduinum pro multis criminibus anathematizatum esse contendit). Das soll anläßlich der Bischofsweihe des Berold von Soissons geschehen sein, der dem am 31. Dez. 1020 verstorbenen Deodat folgte. Daraus ergibt sich der Terminus ante quem für die päpstliche Maßnahme, die aber schon der Chronist als falsch bezeichnet. Harduin regierte 1015‒1030, ohne daß sonst etwas von einem Konflikt mit Rom verlautet. Über seine Kontroverse mit Adalbero, die zu der öffentlichen Bloßstellung führte, ist auch nichts bekannt. Vgl. auch Lohrmann, PUU. in Frankreich VII 95.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. †1226a, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1020-00-00_1_0_2_5_0_1285_F1226a
(Abgerufen am 23.04.2017).