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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Papst Benedikt VIII. tradiert dem Abt Petrus auf Lebenszeit das Kloster Santa Maria in Jerusalem (monasterium sanctae Dei genitricis semperque virginis Mariae, quod appellatur Jerusalem ... positum territorio Tusculanense in suprascripto loco, qui appellatur Jerusalem) (D. Tusculum) samt allen Pertinenzen in angegebenen Grenzen, bestimmt, daß das Kloster nach dem Tode des Abtes und nach erfolgter Aufsagung des Lehens durch den Abt wieder an den Papst fallen solle, erläßt Alienationsverbot und verpflichtet sich, seine Nachfolger und Verwandten bei Verletzung der Rechte des Abtes zu einer Bußzahlung von drei Goldpfund. ‒ Quia inter omnia ... A. Deo propitio pont. dom. nostri Benedicti summi pont. et univ. VIII. pp. in ss. sede b. Petri apost. V., imp. dom. nostro Heinrico a Deo coronato magno imp. a. IV., ind. XV., men. Apr., die XXVI.

Überlieferung/Literatur

Org.: Perg. (280 × 675) Anagni Arch. cap.: Arm. I n. 8. Kop.: Drucke: Kehr in GGN. 1900, 305 (= PUU. in Italien II 472); Zimmermann, PUU. 981 n. 516. Reg.: IP. II 40 n. 1; Santifaller, LD. 325; Santifaller, Elenco 335; Santifaller, Beschreibstoffe 90 n. 9. Lit.: Hirsch, Untersuchungen zur Geschichte des päpstlichen Schutzes 419; Kortüm, UrkSprache 165 ff.

Kommentar

Das Original ist durch Risse stark beschädigt, seine Schrift stark verblaßt und daher nicht mehr ganz zu entziffern. Nach Form und Ausstattung entspricht das Diplom einer Privaturkunde, die mit einer Verbalinvokation (vgl. Santifaller, Invokation 86) beginnt und die zitierte Datierung an die Spitze stellt. Am Schluß unterschrieben als Zeugen ein Edler Litto sowie Martin de Mainardo, Beno und Johannes Kampanino sowie Beno Mancasacco, worauf die Notarsunterschrift folgt: Ego Leo SRE. qui supra scriptor huius chartula facta complevi et absolvi. Das Kloster, über das sonst nichts bekannt ist, dürfte ein päpstliches Eigenkloster gewesen sein. Über seine Lage bei Molara, südlich von Frascati vgl. Tomassetti, La Campagna IV 519 ff.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 1195, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1017-04-26_1_0_2_5_0_1251_1195
(Abgerufen am 21.02.2017).