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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Papst Benedikt (VIII.) kanonisiert den Eremiten Simeon von Polirone.

Überlieferung/Literatur

Erw.: n. 1180; Sicard v. Cremona, Chr. (MGSS.XXXI 160); Albert Milioli, Lib. de temp. (MGSS. XXXI 424). Reg.:Lit.: Fabbi, La famiglia degli Attoni 68; Kemp, Canonization 58; Golinelli, Canonizzazione 174 ff.; Zimmermann, Herren von Canossa 411.

Kommentar

Die zitierten Chronisten des 13. Jh. schöpfen ihre Kenntnis über die Heiligsprechung aus der diesbezüglichen Urkunde Papst Benedikts VIII. (n. 1180). Veranlaßt wurde die Kanonisation durch den Markgrafen Bonifaz von Canossa, der hiezu eine Gesandtschaft nach Rom schickte, an der auch der Schreiber der Vita Simeons teilnahm; vgl. Miracula s. Simeonis (Golinelli 786). In dieser zeitgenössischen Schrift wird erstmalig der Ausdruck canonizare für das Handeln des Papstes im Heiligsprechungsverfahren gebraucht. Die Kanonisation des am 26. Juli 1016 verstorbenen Eremiten wird frühestens ins Jahr 1017 datiert; vgl. Golinelli 709 f. Anm. 5 und Vies des Saints VII 642. Über Simeon vgl. auch Schreiber in Arch. f. Kulturgesch. 32/1944, 100 f.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 1179, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1017-00-00_1_0_2_5_0_1235_1179
(Abgerufen am 17.01.2017).